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Die Wachstumsfuge des Fingers, zwischen 13 und 15
Die Wachstumsfuge des Fingers erhält im Crimp-Griff und im Campus-Doppeldyno eine konzentrierte Kraft. Bei Jugendlichen kann sie durch Ermüdung brechen: 36 der 37 Verletzungen der Serie von Schöffl stammen von wiederholter Belastung, und der Beginn ist meist schleichend. Die veröffentlichten Serien stimmen bei Alter und Lage überein.
Zwischen 13 und 15 ist die Wachstumsfuge des Fingers verletzlich
Ermüdungsfrakturen der Wachstumsfuge konzentrieren sich auf drei Wachstumsjahre.
98 % auf Höhe des mittleren Fingergelenks (PIP): 149 Verletzungen bei 98 Kletterern, Durchschnittsalter 14
Quellen: Unfallchirurgie 2024 (PubMed 39311912); Jaini et al., PM&R 2026; BMC und UIAA MedCom; FFME (Kategorien, 10.10.2025).
| Studie | Was sie zeigt |
|---|---|
| Schöffl et al., Am J Sports Med 2022 | 27 Patienten und 37 Verletzungen der Wachstumsfuge des Fingers, Alter 14,7 ± 1,5; 66,7 % Wettkämpfer; 28 Verletzungen vom Typ Salter-Harris III; 36 von 37 durch wiederholte Belastung; in jedem Fall Heilung erreicht |
| Jaini et al., PM&R 2026 (Scoping Review) | 149 Belastungsverletzungen der Wachstumsfuge bei 98 Kletterern, Durchschnittsalter 14 (10 bis 18); 98 % am mittleren Fingergelenk; 74 % Frakturen |
| Deutsche Übersichtsarbeit, Unfallchirurgie 2024 | mehr als 200 dokumentierte Fälle, „meist zwischen 13 und 15“, während des Wachstumsschubs |
| Bärtschi et al., Hand Surg Rehabil 2019 | 28 behandelte Kletterer, Durchschnittsalter 13,7 ± 1,9; am häufigsten betroffen der Mittelfinger (58 %) und der Ringfinger (30 %); 54 % Frakturen, 46 % symptomatische Verstauchungen |
| Meyers et al., 2020 (267 junge Kletterer von 9 bis 18) | eine Vorgeschichte mit Wachstumsfugen-Fraktur hängt mit regelmässigem Training an der Standard-Speedwand zusammen (bereinigte OR 3,95; 95-%-KI 1,14 bis 13,7): eine Querschnittsstudie mit Selbstangaben, die keine Ursache beweist. Nur 6 % wussten, in welchem Alter der Campus-Doppeldyno sicher ist |
| McMullen et al., 2021 (73 Trainer) | 46 Trainer (63 %) lassen einige oder alle ihrer Kletterer Campus-Training mit vollem Körpergewicht machen; kein Konsens darüber, wer dazu berechtigt ist |
Alle diese Daten stammen aus Kliniken, Fallserien oder Fragebögen. Keine Studie hat ein Campus-Verbot, eine Crimp-Grenze oder eine Belastungsregel am Auftreten der Verletzung getestet.
Die Regel, und wer sie festhält
Die Regel zu den Fingern von Jugendlichen stützt sich auf mehrere Quellen von unterschiedlichem Gewicht. Wer sie vermischt, lässt den BMC sagen, was er nicht geschrieben hat. Die Zitate des BMC sind aus dem Englischen übersetzt.
| Regel vor 18 | Wer sie festhält |
|---|---|
| Kein Campus-Training mit abgehobenen Füssen oder dynamisch | BMC, mit Billigung der UIAA-Medizinkommission: „Wir raten, dass Kletterer unter 18 Jahren nicht mit abgehobenen Füssen oder dynamisch campusen.“ |
| Campus-Training wird nicht empfohlen | Morrison und Schöffl, Artikel des BMC (2021): „Die Benutzung des Campusboards wird für keinen Kletterer unter 18 Jahren empfohlen“ |
| Kein Zusatzgewicht beim Klettern | derselbe Artikel: „Junge Kletterer dürfen unter 18 Jahren beim Klettern keine Gewichte tragen“ |
| Ständiges Crimpen vermeiden | derselbe Artikel zählt es zu den Methoden, die schaden; Schöffl et al. 2025 schliessen auf eine Verringerung des Crimp-Griffs |
| Keine maximalen Hänge (Hangboard, Max-Hang) | Vorsichtsmassnahme von Paak: Keine der beiden BMC-Seiten nennt das Hangboard oder maximale Hänge |
Die BMC-Seite für über 18-Jährige sagt ihrerseits, man solle nicht mit abgehobenen Füssen oder dynamisch campusen, ausser man sei ein erfahrener Kletterer, der weiss, was er tut, man solle zuerst die Finger aufwärmen und es an den Anfang der Einheit legen. Die Seite nennt kein Jahr.
Beim ersten Schmerz auf der Rückseite des mittleren Fingergelenks bei einem jungen Kletterer von 10 bis 18 Jahren lautet die Anweisung von Paak: ohne Zögern zur Bildgebung, nicht durch den Schmerz hindurch trainieren. Eine unbehandelte Verletzung kann die Fuge schädigen und eine Inkongruenz der Gelenkfläche hinterlassen, mit bleibendem Schaden am Finger (Bärtschi 2019).
Verletzungen nach Alter und Geschlecht
- Bei Erwachsenen zuerst der Finger: In einer Klinikserie (836 Patienten, 911 Verletzungen, 2009 bis 2012) machen die Finger 52 % der Verletzungen aus, Ringbänder sind die häufigste Fingerverletzung, und A4-Ringbänder sind inzwischen häufiger als A2 (Schöffl et al. 2015). In einer Umfrage unter 667 aktiven Kletterern zu ihren chronischen Verletzungen: Finger 41,3 %, Schultern 19,4 %, Ellbogen 17,7 % (Grønhaug 2018).
- Schultern bei Frauen, Finger bei Männern: In einer Umfrage mit 1513 Antworten (877 Männer, 427 Frauen) sind die Schultern bei Frauen die häufigste Lokalisation und die Finger bei Männern, mit Unterschieden an sechs Stellen (Grønhaug 2024).
- Raten bei jungen Kletterern: 4,44 Verletzungen pro 1000 Kletterstunden (95-%-KI 3,74 bis 5,23) bei 116 Kletterern von 11 bis 19 Jahren in Alberta (Woollings 2015); 2,7 pro 1000 Stunden bei jungen amerikanischen Wettkämpfern (Barrile 2022). Die Definitionen unterscheiden sich: Diese beiden Zahlen lassen sich nicht in einer Summe zusammenfassen.
- Stürze: 9 % der befragten Kletterer der FFME hatten in 12 Monaten eine sturzbedingte Verletzung; kein Einfluss des Geschlechts; Anfänger (0 bis 3 Jahre Praxis) hatten 1,7-mal mehr als Kletterer mit 5 bis 8 Jahren und 3,6-mal mehr als Kletterer mit 14 bis 23 Jahren (Luiggi 2023). Die genannten Mechanismen: natürliche Stürze, unerwartete Stürze und statisches Sichern. Es geht um Sicherungskompetenz und Beaufsichtigung, nicht um ein Übungspaket.
- Schulter, Ellbogen: Die obigen Umfragen geben ihren Anteil an den Verletzungen an; die detaillierte Epidemiologie (subakromiales Impingement, Labrumriss, Epikondylopathie) wurde nicht gefunden, und es wird keine Zahl vorgebracht.
Prävention: was nicht belegt ist
Die Suche vom 28. Oktober 2026 (PubMed, Europe PMC, ClinicalTrials.gov) fand kein bewährtes Programm von Übungen zur Verletzungsprävention bei Kletterern. Das muss so gesagt werden, wie es ist. Eine systematische Übersichtsarbeit von 2015 hält die Ergebnisse zu Präventionsmassnahmen für nicht schlüssig (Woollings), und die Übersichtsarbeit von 2023 zu Überlastungsverletzungen bei Erwachsenen fordert neue Forschung zu Präventionsprogrammen; sie findet keinen Zusammenhang zwischen Aufwärmen, Abwärmen, Dehnen, Taping oder Flüssigkeitszufuhr und dem Verletzungsrisiko (Quarmby).
- Die einzige randomisierte Studie mit der Verletzung als Zielgrösse: Kozin et al. 2021, 84 Sportstudenten, alles Männer von 18 und 19 Jahren, über ein Jahr. Ein Programm von 15 Minuten in jeder Einheit (Ring-Liegestütze, Klimmzüge mit Füssen am Boden, Dreipunkt-Klettern, eine exzentrische Pronationsübung mit einer 4-kg-Hantel): 3 Schulterverletzungen auf 6000 Expositionen, gegen 21 auf 6600 in der Kontrollgruppe. Aber: Die Verletzungen wurden von den Sportlern und Trainern selbst erfasst, ohne Verblindung; die Interventionsgruppe besuchte zudem ein Seminar zu den Verletzungsursachen; insgesamt 24 Verletzungen; keine Replikation andernorts. Keine Frauen, keine Minderjährigen. Sie ist nicht stark genug, um ein Programm nahezulegen.
- Unter 18-Jährige: keine Studie irgendeiner Art.
- Mädchen und Frauen: keine Studie mit einer weiblichen Teilnehmerin, kein für sie entworfenes Programm.
- Das Hangboard, Antagonisten-Übungen: keine Studie mit der Verletzung als Zielgrösse. Eine Rumpf- und Antagonisten-Übung in der Bibliothek ist allgemeine Kondition; ihre Wirkung auf Verletzungen wurde nicht getestet.
Sagen Sie also nie, eine Übung „verhindere Ringbandverletzungen“ oder das Campusboard sei durch eine Studie als „gefährlich erwiesen“: Die Regel für unter 18-Jährige ist der Rat einer Medizinkommission auf der Grundlage von Fallserien.
Was bleibt: allgemeine Kondition
Die Studien zur Kraftausdauer und zur Antagonistenarbeit wurden nicht gefunden: Es wird keine Zahl und keine Vorgabe vorgebracht. Die Bibliothek bietet zwei Konditionsübungen ohne Last auf den Fingern, eine zur Kontinuität, die andere zum Rumpf; sie stehen in der Übungsliste des Hubs, dargestellt als übliche Praxis, nie als bewährte Programme. Kontaktkraft (Campus, Hänge, Bouldern am Limit) ist Erwachsenen ab 18 vorbehalten, in einer anderen Übung des Hubs.
Häufige Fragen
Gibt es ein Aufwärmen, das Klettersportverletzungen verhindert?
Darf ein 15-Jähriger am Hangboard hängen?
Was tun bei Fingerschmerzen eines jungen Kletterers?
Quellen
Literatursuche vom 28. Oktober 2026 (PubMed, Europe PMC, ClinicalTrials.gov; Google Scholar und Cochrane nicht abgefragt). Schöffl V et al., Am J Sports Med 2022 (PMID 34817275); Jaini A et al., PM&R 2026 (PMID 41424400); Schöffl V, Moser O, Küpper T, Unfallchirurgie 2024 (PMID 39311912); Bärtschi N et al., Hand Surg Rehabil 2019 (PMID 31103479); Schöffl VR et al., BMJ Open Sport Exerc Med 2025 (PMID 39995613); Meyers RN et al., Wilderness Environ Med 2020 (PMID 32981830) und Int J Environ Res Public Health 2020 (PMID 32012970); McMullen CW et al., Wilderness Environ Med 2021 (PMID 33972161); Schöffl V et al., Wilderness Environ Med 2015 (PMID 25712297); Grønhaug G, BMJ Open Sport Exerc Med 2018 (PMID 30057779) und 2024 (PMID 39081465); Woollings KY et al., Br J Sports Med 2015 (PMID 25385168; Übersichtsarbeit PMID 26009554); Barrile AM et al., Wilderness Environ Med 2022 (PMID 35144853); Luiggi M et al., J Sports Med Phys Fitness 2023 (PMID 36321816); Quarmby A et al., Front Sports Act Living 2023 (PMID 38162697); Kozin S et al., Acta Bioeng Biomech 2021 (PMID 34846050). BMC: „Campus boards: guidance on use“ (von der UIAA-Medizinkommission gebilligt) und Morrison A, Schöffl V, „Should U18s use campus boards?“ (Artikel 4228). FFME: Kategorien (10. Oktober 2025). Nicht im Volltext gelesen: Qu et al. 2025, Kozins zweiter Artikel zum Ellbogen, die Texte der FFME, des DAV und des SAC zu den Fingern von Jugendlichen.