Sichern, Ausrüstung und Partnercheck

KLETTERTRAINING Lesezeit : 10 Min. Aktualisiert 28. Oktober 2026
Inhalt
Die Sicherheit beim Hallenklettern ruht auf einer Handlung, dem Partnercheck vor jeder Route, den die FFME und der DAV in fast denselben Worten festhalten. Kletterer und Sichernder prüfen den Einbindeknoten, den Gurt, das Seil im Sicherungsgerät, den geschlossenen Karabiner, und geklettert wird erst auf das grüne Licht. Dieser Leitfaden zitiert die Anweisungen der FFME, wie sie geschrieben stehen. Wo die gelesenen Texte aufhören, zum Beispiel beim Selbstsicherungsgerät, hört er auch auf.

Der Partnercheck, Wort für Wort

FFME, weisser Pass, Sicherheitsmodul (Seite geändert am 14. August 2026). Jede Zeile ist ein Satz des Verbands, aus dem Französischen übersetzt.

FFME · weisser Pass · Sicherheit

Sechs Handgriffe, in dieser Reihenfolge, vor und während jeder Route

Die vollständigen Sätze der FFME stehen in der Tabelle des Leitfadens. Hier das Schlüsselwort jedes Handgriffs.

Sechs nummerierte Schritte des Toprope-Sicherns: Einbinden, Partnercheck, Sicherungsgerät, Hand hinter der Bremse, das grüne Licht der Leitung, Ablassen. Eine senkrechte Liste mit sechs Schritten. 1, Einbinden: der Achterknoten, mit einem Sicherheitsknoten gesichert. 2, der Check: Ausrüstung und Einbindeknoten vom Sichernden prüfen lassen. 3, das Sicherungsgerät: den Schraubkarabiner schliessen und vom Kletterer und von der Leitung prüfen lassen. 4, die Hand: immer eine Hand hinter der Bremse behalten. 5, der Start: auf das grüne Licht der Leitung warten, bevor man klettert. 6, Ablassen: mit mässiger Geschwindigkeit. 1 Einbinden „Achterknoten … Sicherheitsknoten“ 2 Check des Einbindens „von meinem Sichernden prüfen lassen“ 3 Sicherungsgerät „den Schraubkarabiner schliessen“ 4 Hand hinter der Bremse „immer eine Hand hinter der Bremse behalten“ 5 Start „Auf das grüne Licht der Leitung zum Klettern warten“ 6 Ablassen „Meinen Partner mit mässiger Geschwindigkeit ablassen“

Quelle: FFME, Passeports escalade, weisser Pass, Sicherheitsmodul (Seite vom 14.08.2026). Die Zitate sind aus dem französischen Text übersetzt.

HandlungText der FFME
Einbinden„Mein Seil durch die Anseilpunkte führen, den Achterknoten knüpfen, die Schlaufen festziehen und mit einem Sicherheitsknoten sichern.“
Check zu zweit„Meine Ausrüstung und mein Einbinden prüfen und von meinem Sichernden prüfen lassen.“ / „Auf das grüne Licht der Leitung zum Klettern warten.“
Das Gerät einrichten„Das Seil korrekt im Sicherungsgerät einlegen, es am Anseilring anbringen und den Schraubkarabiner schliessen.“ / „Mein Sicherungssystem prüfen und vom Kletterer und von der Leitung prüfen lassen.“
Die Hand an der Bremse„Das Seil ohne Zögern und so handhaben, dass immer eine Hand hinter der Bremse bleibt.“
Sichern im Toprope„Den Aufstieg des Kletterers im Toprope sichern, das Seil straff halten, aber ohne ihn hochzuziehen.“
AblassenSichernder: „Meinen Partner mit mässiger Geschwindigkeit ablassen.“ Kletterer: „Mich entspannt in den Gurt setzen, nachdem ich geprüft habe, dass der Sichernde mich übernommen hat.“

Der DAV sagt dasselbe mit anderen Worten (Broschüre „Sicher Klettern“, Ausgabe 2019): „Der Partnercheck ist eine Standard-Sicherheitsmaßnahme. Er muss bewusst Punkt für Punkt abgearbeitet werden“; die Hand bleibt „am Bremsseil“ (Bremshand am Bremsseil); und das Ablassen beginnt erst, wenn der Kletterer mit seinem ganzen Gewicht im Seil sitzt, „langsam“, und endet „in einer sanften Landung“.

Die Schweiz stützt sich auf den Standard „Sichern gemäss aktuellen Indoor-Standards VSBK“; die Schweizer Liste Wort für Wort wurde nicht gelesen.

Eine Sicherungsübung, die eine dieser Handlungen überspringt, lehrt den Fehler. Wiederholen Sie die Anweisung in jeder Toprope- oder Vorstiegsübung und nennen Sie den Verband.

Sichern im Wettkampf

  • Nur manuelle Sicherungsgeräte bei den Lead-Wettkämpfen von World Climbing: Erlaubt sind nur manuelle Bremsen.
  • Der Sichernde prüft, dass das Seil keinen Knoten und keine Verdrehung hat, dass der Gurt geschlossen ist, und das Einbinden mit einem Achterknoten und einem Sicherheitsknoten; jeder Sturz wird dynamisch und sicher gehalten (Event Regulations, Anhang A, Art. 4.11 und 4.13).
  • Im Speed ist die Sicherung des Kletterers ein Selbstsicherungsgerät: Der Sichernde bestätigt den Gurt und verbindet das Gerät (Anhang B, Art. 4.8).

Der Verein ist nicht der Wettkampf: Der DAV verlangt von seinen Leistungssport-Trainern die Beherrschung von zwei halbautomatischen Bremsen (ein Autotuber und ein Hebelgerät), und beim orangen Pass der FFME wird die Einführung in Speed mit einem Sicherungsgerät mit Bremsunterstützung gesichert. Manuelle Bremse im Wettkampf, Bremse mit Unterstützung üblich im Verein: Beides steht geschrieben, und kein gelesener Text stellt sie gegeneinander.

Das Selbstsicherungsgerät: was die Texte nicht sagen

In keinem Verbandstext wurde ein Protokoll für die Benutzung eines Selbstsicherungsgeräts im Verein gelesen. Die einzige beschriebene Benutzung ist die der Wettkampf-Speedwand (siehe oben). Dieser Leitfaden gibt deshalb keine Anweisung zum Selbstsichern: Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers und die Regel Ihrer Halle.

Die Ausrüstung des Vereins

GegenstandWas die gelesenen Texte sagen
Kletterschuhegewählt für Antreten und Halt; bei Jugendlichen den wachsenden Fuss nicht aggressiv zu klein einengen (übliche Warnung, keine Verbandsquelle gelesen)
GurtStandardgurt; Komplettgurt für kleine Kinder, deren Schwerpunkt tief liegt (übliche Warnung, keine Verbandsquelle gelesen)
Sicherungsgerätim Wettkampf nur manuell; im Verein üblich mit Unterstützung (siehe oben)
Schraubkarabinerverschraubbar, am Anseilring (FFME)
SeilEinfachseil, dynamisch; seine Länge muss mehr als das Doppelte der Routenhöhe betragen (übliche Anweisung)
BouldermattenLandezone frei, nicht auf den Matten rennen (FFME, siehe den Leitfaden zum Bouldern)
Magnesiahandelsübliches Magnesia, trocken oder flüssig, im Wettkampf (Competition Rules)
Helmin der Halle freiwillig (Competition Rules); am Naturfels Pflicht ab dem grünen Pass der FFME
Im Wettkampf verbotenHandschuhe, Knieschützer, klebende Mittel

Die Referenznorm für künstliche Kletteranlagen ist die Reihe EN 12572 (2017): Teil 1 für Anlagen mit Sicherungspunkten, Teil 2 für Boulderwände, Teil 3 für Griffe. Gelesen wurde nur der Katalog der Norm, ihr Text ist kostenpflichtig. Die FFME empfiehlt, die Normen anzuwenden, und hat mit der FIFAS einen Leitfaden zur Kontrolle und Wartung der SAE (künstliche Klettereinrichtungen) mitunterzeichnet. Eine jährliche Kontrolle ist eine übliche Praxis, keine hier geprüfte gesetzliche Pflicht.

Die Übungen dieses Leitfadens

Die drei Übungen der Bibliothek, die das Sichern trainieren. Ihre Trainerhinweise zitieren die FFME und den DAV.

Partnercheck (vor jeder Kletterei)Kletterschema, Seitenansicht (senkrecht): der Kletterer und der Sicherer, der Seil- oder Blickverlauf.1234PROFIL · SENKRECHT
der Klettererder Sicherer / SpotterSeilverlauf / Blicklinie

Partnercheck (vor jeder Kletterei)

Der obligatorische gegenseitige Check von Gurt, Anseilknoten und Sicherungsgerät vor jeder Seilkletterei - die Standard-Sicherheitsmassnahme, Punkt für Punkt abgearbeitet.

u13u17sen niedrig 10 Min.
Übungsdetails
Aufbauen
Kletterer eingebunden, Sichernder bereit; beide stehen sich gegenüber, bevor der Boden verlassen wird.
Was trainiert wird
Der obligatorische gegenseitige Check von Gurt, Anseilknoten und Sicherungsgerät vor jeder Seilkletterei - die Standard-Sicherheitsmassnahme, Punkt für Punkt abgearbeitet.
Publizierter Rahmen
1 Gurtschnallen · 2 Achterknoten + Sicherungsknoten · 3 Seil im Gerät, Karabiner verschlossen · 4 auf Freigabe warten.
Der Ablauf
Der obligatorische gegenseitige Check von Gurt, Anseilknoten und Sicherungsgerät vor jeder Seilkletterei - die Standard-Sicherheitsmassnahme, Punkt für Punkt abgearbeitet. Kletterer eingebunden, Sichernder bereit; beide stehen sich gegenüber, bevor der Boden verlassen wird. Punkt für Punkt abarbeiten: Gurtschnallen zurückgefädelt; Achterknoten vollständig mit Sicherungsknoten; Seil korrekt im Gerät am Anseilring, Schraubkarabiner geschlossen; auf das Startzeichen warten, bevor geklettert wird.
Trainerhinweise
FFME (blanc), verbatim: 'Vérifier mon équipement et mon encordement et les faire vérifier par mon assureur' / 'Attendre le feu vert du moniteur pour grimper'. FFME-Gerätecheck, verbatim: 'Installer correctement la corde dans le frein d'assurage, placer ce dernier sur le pontet et verrouiller le mousqueton de sécurité'. DAV, verbatim: 'Der Partnercheck ... muss bewusst Punkt für Punkt abgearbeitet werden'. Kletterer und Sichernder bestätigen jeden Punkt laut. Keine Kletterei beginnt, bevor der Check vollständig ist.
Schwieriger machen
Der Sichernde findet einen absichtlich eingebauten Fehler (offener Karabiner, nicht zurückgefädelte Schnalle).
Leichter machen
Der Trainer führt den Check laut, die Kletterer wiederholen jeden Punkt.
Toprope-SichernKletterschema, Seitenansicht (senkrecht): der Kletterer und der Sicherer, die eingezeichnete Bewegungsbahn, der Seil- oder Blickverlauf.PROFIL · SENKRECHT
der Klettererder Sicherer / SpotterBewegungsbahnSeilverlauf / Blicklinie

Toprope-Sichern

Einen Toprope-Kletterer sichern, das Seil straff halten, aber nicht hochziehen, immer eine Hand hinter der Bremse - die zentrale Sicherungskompetenz des FFME-Blanc.

u13u17sen mittel 15 Min.
Übungsdetails
Aufbauen
Toprope-Station eingerichtet; Kletterer eingebunden und gecheckt (siehe clim-partner-check); Autotube oder manuelles Gerät am Anseilring.
Was trainiert wird
Einen Toprope-Kletterer sichern, das Seil straff halten, aber nicht hochziehen, immer eine Hand hinter der Bremse - die zentrale Sicherungskompetenz des FFME-Blanc.
Publizierter Rahmen
FFME (blanc), verbatim: 'Manipuler la corde .
Der Ablauf
Einen Toprope-Kletterer sichern, das Seil straff halten, aber nicht hochziehen, immer eine Hand hinter der Bremse - die zentrale Sicherungskompetenz des FFME-Blanc. Toprope-Station eingerichtet; Kletterer eingebunden und gecheckt (Übung 'Partnercheck'); Autotube oder manuelles Gerät am Anseilring. Das Seil gleichmässig einnehmen, während der Kletterer steigt, straff halten, aber nicht hochziehen; die Bremshand verlässt nie die Bremsseite; die sichere Umgreif-Technik nutzen.
Trainerhinweise
FFME (blanc), verbatim: 'Manipuler la corde ... de manière à toujours conserver une main derrière le frein'. FFME (blanc), verbatim: 'Assurer la montée du grimpeur en moulinette en conservant la corde tendue, mais sans le treuiller'. DAV-Prinzip: 'Bremshand am Bremsseil'. Das Seil straff halten, den Kletterer anschauen, nicht das Gerät. Nie die Bremse loslassen, um die Hand zu wechseln.
Schwieriger machen
Einen schwereren Kletterer sichern; ein kurzes Ablassen hinzufügen (Übung 'Kontrolliertes Ablassen').
Leichter machen
Der Trainer sichert die Bremshand ab; der Kletterer bleibt tief.
Kontrolliertes AblassenKletterschema, Seitenansicht (senkrecht): der Kletterer und der Sicherer, die eingezeichnete Bewegungsbahn, der Seil- oder Blickverlauf.PROFIL · SENKRECHT
der Klettererder Sicherer / SpotterBewegungsbahnSeilverlauf / Blicklinie

Kontrolliertes Ablassen

Einen Kletterer mit mässiger Geschwindigkeit zu einer sanften Landung ablassen, erst beginnend, wenn er voll im Gurt sitzt - das FFME/DAV-Ablassprotokoll.

u13u17sen mittel 15 Min.
Übungsdetails
Aufbauen
Toprope-Kletterer in der Höhe, bereit abgelassen zu werden; Sichernder in stabiler Position, Bremshand gesetzt.
Was trainiert wird
Einen Kletterer mit mässiger Geschwindigkeit zu einer sanften Landung ablassen, erst beginnend, wenn er voll im Gurt sitzt - das FFME/DAV-Ablassprotokoll.
Publizierter Rahmen
FFME-Kletterer, verbatim: 'M'asseoir dans le baudrier, relache, apres avoir verifie que l'assureur m'a pris en charge'.
Der Ablauf
Einen Kletterer mit mässiger Geschwindigkeit zu einer sanften Landung ablassen, erst beginnend, wenn er voll im Gurt sitzt - das FFME/DAV-Ablassprotokoll. Toprope-Kletterer in der Höhe, bereit abgelassen zu werden; Sichernder in stabiler Position, Bremshand gesetzt. Der Kletterer setzt sich in den Gurt und bestätigt, dass der Sichernde ihn hält; erst dann beginnt das Ablassen - langsam, mit mässiger, gleichmässiger Geschwindigkeit, endend in einer sanften Landung.
Trainerhinweise
FFME-Kletterer, verbatim: 'M'asseoir dans le baudrier, relâché, après avoir vérifié que l'assureur m'a pris en charge'. FFME-Sichernder, verbatim: 'Descendre mon partenaire à vitesse modérée'. DAV, verbatim: Ablassen 'langsam ... sanfte Landung', erst 'nachdem der Kletterer mit seinem vollen Gewicht im Seil sitzt'. Die Bremshand bleibt dran; die Geschwindigkeit kontrollieren. Den Kletterer bis nach unten beobachten.
Schwieriger machen
Über einen Überhang oder ein Pendeln ablassen; einen schwereren Kletterer handhaben.
Leichter machen
Kurzes Ablassen aus geringer Höhe; der Trainer sichert die Bremse ab.

Häufige Fragen

Manuelle Bremse oder Bremse mit Unterstützung?
Beides steht geschrieben, für zwei Zusammenhänge. World Climbing erlaubt im Lead-Wettkampf nur manuelle Bremsen; im Verein verlangt der DAV von den Trainern die Beherrschung zweier Arten halbautomatischer Bremsen, und die FFME lässt die Einführung in Speed mit einem Sicherungsgerät mit Bremsunterstützung sichern. Welche Bremse auch benutzt wird, die Hand bleibt hinter der Bremse.
Ist ein Helm in der Halle Pflicht?
In den gelesenen Texten nicht: Die Regeln von World Climbing sagen, er sei freiwillig. Die FFME verlangt ihn am Naturfels ab dem grünen Pass („am Naturfels immer einen Helm tragen“). Die Regel Ihrer Halle kann strenger sein.
Darf im Verein ein Selbstsicherungsgerät benutzt werden?
Die gelesenen Verbandstexte geben kein Protokoll für die Benutzung im Verein. Dieser Leitfaden erfindet keines: Wenden Sie die Anweisungen des Herstellers und die Regeln Ihrer Halle an.

Quellen

FFME: Passeports escalade, weisser Pass, Sicherheitsmodul (Seite geändert am 14. August 2026), und grüner Pass. DAV: Broschüre „Sicher Klettern“ (Ausgabe 2019); Kletterscheine Indoor; Trainer C Sportklettern (halbautomatische Bremse). J+S Sportklettern (BASPO und SAC). World Climbing: Competition Rules, Version 3, Januar 2026 (persönliche Ausrüstung, Art. 3.3 und 3.4); Event Regulations, Version 3, Anhang A (Art. 4.11, 4.13) und Anhang B (Art. 4.8). AFNOR / CEN: NF EN 12572-1, -2, -3 (März 2017), nur Katalog. Warnungen ohne Verbandsquelle, als solche gekennzeichnet: Kletterschuhe und Gurt für Jugendliche, Seillänge. Nicht gelesen: das Schweizer Protokoll Wort für Wort, jedes Selbstsicherungs-Protokoll im Verein, das gesetzliche Kontrollverfahren.

Zuletzt aktualisiert: 28. Oktober 2026
In Paak

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