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Stopp und Lob: das Vordercourt-Paar
Der Stopp beendet den Ballwechsel oder erzwingt den Sprint nach vorn; der Lob ist seine natürliche Antwort: hoch, weich, tief, er kauft Zeit und schickt alle nach hinten. Beide werden zusammen trainiert (die Stopp-Lob-Routine: einer stoppt, der andere lobt, feste Rollen, dann getauscht), weil sie im Match derselbe Spielmoment sind. Ein Stopp ist Gefühl, keine Kraft: offene Schlagfläche, Ball früh genommen, knapp über den Tin gelegt, und man folgt seinem Ball: Ein nicht verfolgter Stopp lässt den ganzen Court offen.
Der Volley: Zeit stehlen
Den Ball vor dem Aufsprung nehmen heisst dem Gegner die Erholungszeit stehlen. Seit dem Wechsel zum PAR-11 (jeder Ballwechsel zählt) zahlt der Volley mehr als früher: Zeitdruck wird direkt zu Punkten. Er baut sich solo an der Frontwand auf (kurze Aktion, kein Ausholen), dann am Zuspiel (den schwebenden Ball vor der Ecke abfangen), dann in der Spielform « Volley-Pflicht ». Eine Sicherheitszeile begleitet ihn immer: kein grosser Schwung auf Kopfhöhe nahe am Gegner. Die kontrollierte Aktion ist auch eine Regelfrage: Ein übertriebener Schwung kann das Let kosten (Regel 8.10), und gefährliches Spiel ist ein Verhaltensverstoss (Regel 14).
Die Boast-Familie und die Diagonale
Der Boast trifft zuerst die Seitenwand: Der Ball kommt zur gegenüberliegenden Vorderseite heraus. Er hat mehrere Gesichter: den Arbeits-Boast (zwei Wände, defensiv, aus der Ecke heraus), den Trickle-Boast (angreifend, weich von vorn). Und eine präzise taktische Aufgabe: die Diagonale öffnen. Das klassische Muster: Die Länge nagelt den Gegner hinten fest → der Boast zieht ihn diagonal nach vorn → der Stopp oder der Cross beendet. Die Boast-Drive-Routine (die berühmteste des Squash: Einer boastet hinten, der andere spielt vorn die gerade Länge zurück, endlos) trainiert beide Schläge und die Vor-Zurück-Bewegung beider Spieler zugleich.
| Schlag | Rolle | Das Risiko |
|---|---|---|
| Stopp | Beenden, den Sprint erzwingen | Hoch, wenn nicht eng oder aus schlechter Position |
| Lob | Sich zurücksetzen, Zeit kaufen | Niedrig: die Vordercourt-Rettung |
| Volley | Zeit stehlen, das T halten | Mittel: verlangt frühe Position |
| Boast | Die Diagonale öffnen | Hoch: Ein lockerer Boast wird bestraft |
Bei den Jüngsten werden diese Familien in graduierter Form gelehrt: das Zielspiel an der Seitenwand (die Idee des Boasts, vor dem Boast), das Wand-Volley-Zählen mit erlaubtem Fangen, der geführte Stopp am hohen, langsamen Zuspiel. Die Erwachsenenform kommt mit der Kontrolle, nie umgekehrt.
Häufige Fragen
Wann kurz spielen, und wann nicht?
Ist der Boast defensiv oder offensiv?
Warum wird die Boast-Drive-Routine so viel gespielt?
Quellen
Die benannten Formen (Stopp-Lob, Boast-Drive, Trickle-Boast, Spielformen): World Squash (Trainingsgerüst), England Squash Junior 101 und Squash Canada (ausländische Curricula, als solche zitiert), FFsquash (die graduierten Formen von Mini-Squash und École de Jeunes). Regeln: World Squash Singles Rules 2025, V1.2, in Kraft seit dem 1. September 2025 (Regel 2: Zählung; Regel 8.10: übertriebener Schwung; Regel 14: Verhalten). Inhalt geprüft im September 2026; Regeln erneut geprüft im Oktober 2026.