Die Passarten
Die vollständige Palette: gerader Pass (die Referenz), Bodenpass (um den Kreisläufer unter den Armen der Abwehr anzuspielen), Handgelenkpass (kurz, verdeckt), Sprungpass (über die Abwehrreihe), Pass mit der schwachen Hand. Zu trainieren im Dreieck, in Bewegung, dann unter Abwehrdruck.
- Fangen: beide Hände als Stossdämpfer, Finger nach oben über Brusthöhe, DEM Ball entgegengehen.
- Abspielen: in den Pass hineingehen, Blick zum Spiel (nicht auf den Ball), den Pass nicht « ankündigen » — das periphere Sehen entscheidet.
Aufwärmen · Passdreieck
U9→Senior · 8-10 Min. · 1 Ball / Trio · Dreieck mit 4-5 m Abstand.
Mit beiden Händen weich fangen · in den Pass hineingehen · Kopf hoch.
Passarten variieren (gerade, Bodenpass, Handgelenkpass, schwache Hand) → passiver, dann aktiver Verteidiger.
Doppelpass zum Tor
Zwei Reihen an der 9-m-Linie · 12 Min. · 4-8 Spieler. Der Lauf startet nach dem Pass.
Ball mit hoher Hand fordern · Abschluss per Sprungwurf. Schwieriger: Verteidiger in der Lücke, max. 2 Ballkontakte.
Der Sprungwurf
Die charakteristische Bewegung des Handballs, ab U11 einzuführen und bis auf höchstes Niveau zu verfeinern. Die vollständige Sequenz:
- Während des Anlaufs den Ball auf Schulterhöhe bringen.
- Der dritte Schritt ist explosiv und lang — ein Rechtshänder setzt links-rechts-links und springt vom linken Fuss ab (der Linkshänder spiegelverkehrt).
- In der Luft: Hüfte und Wurfarm ziehen nach hinten auf (« aufziehen »), das Knie des freien Beins steigt bis zur Horizontalen.
- Der Arm peitscht nach vorn, die Hand « zeigt » nach dem Abwurf zur Zielecke.
- Auf dem Absprungbein landen.
Klassische Fehler: den Arm zu früh strecken (« wie ein Fechter ») und vom falschen Fuss abspringen. Progressionen: 3 → 2 → 1 Schritt, Absprung vom « falschen » Bein, ein Blockspieler dazu. Erleichterungen: Wurf aus dem Stand, grösseres Ziel, ohne Torhüter.
Der Drei-Schritt-Rhythmus · Sprungwurf
Rechtshänder: Schritte links–rechts–links (1-2-3), Absprung vom linken Fuss.
Ball während des Laufs auf Schulterhöhe bringen · explosiver 3. Schritt · Hüfte und Wurfarm nach hinten aufgezogen · freies Knie hoch · der Arm zieht explosiv durch · zur Zielecke zeigen · Landung auf dem Absprungbein.
Häufiger Fehler: den Arm zu früh strecken (« wie ein Fechter ») · vom falschen Fuss abspringen.
Das Wurfrepertoire
- Sprungwurf — die Waffe des Rückraums.
- Schlagwurf / Hüftwurf — schneller Abwurf aus festem Stand, nützlich im Getümmel.
- Aussenwurf aus spitzem Winkel — die anspruchsvollste Wurfposition: den Winkel durch den Absprung ins Feld hinein gewinnen und den Abwurf über den herauskommenden Torhüter verzögern.
- Würfe des Kreisläufers — Drehwürfe, einhändige Ballannahmen im Kontakt, Fallwürfe.
- Abschlüsse im Tempogegenstoss — Wurf aus dem Lauf, Heber über den herauskommenden Torhüter, Duell.
- Aufsetzer und Kempa-Trick — Abschlussvarianten, einzuführen, wenn die Basis sitzt.
- Siebenmeter — Täuschung, Platzierung in den Ecken, Lesen des Torhüters.
Aussenwurf aus spitzem Winkel
Absprung ins Feld hinein , um den Winkel zu öffnen · verzögerter Abwurf über den Torhüter.
Raum INS Feld gewinnen (nicht der Linie entlang) · Heber / kurze Ecke / Aufsetzer variieren.
Finten und 1 gegen 1
Die Finte macht aus dem Handball statt eines Kraftspiels ein Spiel der Intelligenz. Die Basis: die Durchbruchfinte (klarer Ansatz zu einer Seite — Schritt + Schulter —, Explosion zur anderen), die Wurffinte (aufziehen, den Block steigen lassen, durchbrechen) und die Passfinte. Fortgeschritten: Doppelfinte, Stop-and-go, Drehung, Step-back. Zwei goldene Regeln: Die Finte spielt sich auf Armlänge zum Verteidiger ab, und den Unterschied macht der Rhythmuswechsel, mehr noch als der Richtungswechsel.
1 gegen 1 · die Durchbruchfinte
Ansatz zu einer Seite (Schritt + Schulter), Explosion zur anderen. Beidseitig arbeiten.
Die Finte spielt sich auf Armlänge ab · Wechsel des Rhythmus > Richtungswechsel.
Sperren und Blöcke
Die Sperre des Kreisläufers für einen Rückraumspieler bei 9 Metern muss stehend gesetzt werden, um regelkonform zu sein. Der Kreisläufer stellt die Sperre Schulter an Schulter am Verteidiger, der Rückraumspieler streift eng vorbei, und der Kreisläufer « rollt » danach zum Tor ab, um anspielbar zu werden. Das ist der Grundbaustein der Abläufe zu zweit — siehe Die Taktik.
Quellen
EHF-Grundlagen Stufe 1 · technische Merkblätter von Sportplan (Sequenz des Sprungwurfs, sinngemäss zitiert) · Lehrkonventionen der europäischen Handballschulen. Inhalt geprüft im Juli 2026.
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