Der Torhüter

FUSSBALLTRAINING Lesezeit : 10 min Aktualisiert 2. August 2026
Beginnen wir mit dem, was die meisten Trainerinnen und Trainer noch falsch haben: die sechs Sekunden gibt es nicht mehr. Seit dem 1. Juli 2025 sind es acht Sekunden, und die Spielfortsetzung ist kein indirekter Freistoss mehr, sondern ein Eckstoss. Der Rest dieser Seite ist das, was die Verbände zur Position tatsächlich publizieren — und eine ehrliche Messung von allem, was sie nicht publizieren.
Spielregeln · Torhüter

Die acht Sekunden des Torhüters

Vier Schritte. Beim vierten ist die Fortsetzung ein Eckstoss für den Gegner.

Die Acht-Sekunden-Regel für den Torhüter, in vier Schritten, bis zum Eckstoss für den Gegner. Vier Felder werden von links nach rechts gelesen. Erstes Feld: der Torhüter kontrolliert den Ball mit den Händen, der Countdown beginnt. Zweites Feld: ein Balken aus acht gleichen Segmenten steht für die acht Sekunden, die ihm bleiben, um den Ball wieder ins Spiel zu bringen. Drittes Feld: der Schiedsrichter hebt den Arm und zählt die letzten fünf Sekunden herunter; die letzten fünf Segmente werden golden und tragen die Ziffern fünf, vier, drei, zwei, eins. Viertes Feld, golden umrandet: wird der Ball nicht freigegeben, ist die Fortsetzung ein Eckstoss für den Gegner, auf der Seite, die dem Torhüter am nächsten liegt. Das untere Band hält fest, dass der Sechs-Sekunden-Punkt aus Regel 12.2 gestrichen und eine neue Regel 12.3 mit dem Titel Corner kick eingefügt wurde, und dass die IFAB-Medienmitteilung 12.2 nennt, die gedruckte Regel aber 12.3. 1 Der Torhüter kontrolliert der Countdown beginnt 2 Acht Sekunden 8 s um den Ball wieder ins Spiel zu bringen 3 Schiedsrichter hebt den Arm und zählt die letzten fünf 5 4 3 2 1 sichtbarer Countdown mit dem Arm 4 Die Spielfortsetzung Eckstoss für den Gegner auf der Seite, die dem Torhüter am nächsten liegt Der Sechs-Sekunden-Punkt wird aus Regel 12.2 gestrichen; eine neue Regel 12.3 « Corner kick » wird eingefügt. In Kraft seit dem 1. Juli 2025, unverändert in den Spielregeln 2026/27. 2026/27 fügt einen zweiten Eckstoss-Auslöser hinzu: einen Countdown von fünf Sekunden bei verzögertem Abstoss. Die IFAB-Medienmitteilung nennt 12.2; die gedruckte Regel nennt 12.3 — die gedruckte Regel zitieren.

IFAB — Regel 12.3 « Corner kick », Spielregeln 2026/27, in Kraft ab 1. Juli 2026.

Die acht Sekunden und der Eckstoss

In Kraft ist die Ausgabe Spielregeln 2026/27 des IFAB, «Gültig ab 1. Juli 2026». Die Regeln ändern jeweils am 1. Juli — jedes Trainingsdokument, das Regeln erwähnt, muss deshalb seine Ausgabe mitführen.

Die Änderung wurde handwerklich sauber vollzogen, und es hilft zu wissen, wie. Der Punkt «controls the ball with the hand/arm for more than six seconds before releasing it» wurde aus der Liste der indirekten Freistösse in Regel 12.2 gestrichen, und in Regel 12 wurde ein neuer Unterabschnitt «3. Corner kick» eingefügt (Anhang der Regeländerungen 2025/26, S. 167).

Regel 12.3 — Spielregeln 2026/27, Originalwortlaut der englischen Ausgabe
«A corner kick is awarded if a goalkeeper, inside their penalty area, controls the ball with their hand(s)/arm(s) for more than eight seconds before releasing it. A goalkeeper is considered to be in control of the ball with their hand(s)/arm(s) when: • the ball is between their hands/arms or between their hand(s)/arm(s) and any surface (e.g. ground, own body) • holding the ball in their outstretched open hand(s) • bouncing it on the ground or throwing it in the air. The referee will decide when the goalkeeper has control of the ball and the eight seconds begin and will visually count down the last five seconds with a raised hand. A goalkeeper cannot be challenged by an opponent when in control of the ball with their hand(s)/arm(s).»

Das ist kein Versuch. Die 139. ordentliche Generalversammlung des IFAB, angekündigt am 1. März 2025, hat die Änderung «unanimously» beschlossen, nach «the major positive impact of trials», gültig ab dem 1. Juli 2025; Wettbewerbe, die vorher starteten, durften sie früher einführen. In der Ausgabe 2026/27 ist sie unverändert. Die publizierte Begründung des IFAB ist deutlich: «Referees were not enforcing the Law, and goalkeepers were holding the ball for much longer than six seconds to waste time and change the tempo of the match».

Was das auf dem Platz bedeutet:

  • Acht Sekunden, nicht sechs. Der Schiedsrichter entscheidet, wann der Torhüter die Kontrolle hat und die Zählung beginnt.
  • Sichtbarer Countdown. Der Schiedsrichter «will visually count down the last five seconds with a raised hand» — die letzten fünf Sekunden mit erhobener Hand.
  • Die Fortsetzung ist ein Eckstoss, ausgeführt nach Regel 17.1 «in the corner area nearest to … the goalkeeper's position when penalised»: auf der Seite des Torhüters, nicht auf der Seite, wo die Aktion endete.
  • Keine persönliche Strafe«There is no disciplinary action unless the goalkeeper repeatedly commits the offence». Keine Karte, ausser bei Wiederholung.
  • Der Torhüter in Kontrolle ist geschützt: er «cannot be challenged by an opponent». Umgekehrt gibt es indirekten Freistoss gegen einen Gegner, der ihn am Freigeben des Balls hindert oder den Ball spielt bzw. zu spielen versucht, während er ihn freigibt (Regel 12.2).
  • Die Ausnahme ist weg. Die alte Definition der Kontrolle schloss den Fall «except if the ball rebounds from the goalkeeper or the goalkeeper has made a save» ausdrücklich aus. Diese Klausel überlebt in der heutigen Definition mit drei Punkten nicht. Das ist eine echte Verengung der Regel — und sie ist kaum bekannt.
Eine Nummerierungs-Abweichung in den Dokumenten des IFAB selbst. Die Medienmitteilung des IFAB beschreibt die Änderung als Änderung von «Regel 12.2». Die gedruckte Regel führt sie unter 12.3, Titel «Corner kick»: die gedruckten Unterabschnitte von Regel 12 lauten 1. Direct free kick · 2. Indirect free kick · 3. Corner kick · 4. Disciplinary action · 5. Restart of play after fouls and misconduct. Zitieren Sie die gedruckte Regel (12.3), nicht die Medienmitteilung. Nicht zu verwechseln mit Regel 12.4, dem Abschnitt «Disciplinary action» — Notbremse (DOGSO) und Feldverweisvergehen.

2026/27 bringt einen zweiten Eckstoss auf Schiedsrichterentscheid: den verzögerten Abstoss

Die Neuerung 2026/27, die den Torhüter betrifft, ist nicht sein eigenes Vergehen, sondern das der Mannschaft — und meistens ist er der Ausführende. Regel 16.2: «If a player is unfairly delaying the taking of a goal kick for their team, the referee will whistle and signal the start of a five-second countdown … and if the goal kick has not been taken by the end of the five seconds, a corner kick is awarded to the opposing team. The offending player is cautioned only if they excessively delay the restart after the corner kick has been awarded». Regel 17 führt nun zwei per Schiedsrichterentscheid zugesprochene Eckstösse auf: die acht Sekunden des Torhüters und die Verzögerung des Abstosses.

Die Dokumentationsfalle. Das Referenzhandbuch der UEFA zur Position, Goalkeeper Coaching, druckt in Fussnote 25 noch immer: «Law of the Game 12 allows the goalkeeper to hold the ball for six seconds». Jedes Dokument von vor 2025, das «sechs Sekunden» oder «indirekter Freistoss» sagt, ist falsch — auch wenn ein Verband es publiziert hat.

Der Torhüter in den übrigen Regeln

Die folgenden Artikel betreffen die Position in der Ausgabe 2026/27 ausdrücklich. Es sind mehr, als man denkt, und mehrere werden in der Ausbildung regelmässig falsch weitergegeben.

ThemaArtikelWas die Regel sagt
Ein Torhüter ist PflichtRegel 3.1Höchstens elf Spieler, «one must be the goalkeeper». Unter sieben Spielern darf ein Spiel weder beginnen noch fortgesetzt werden.
TorhüterwechselRegel 3.4Zulässig, wenn der Schiedsrichter vorher informiert wird und der Wechsel während einer Spielunterbrechung erfolgt. Sonst (Regel 3.5) lässt der Schiedsrichter weiterspielen und verwarnt beide Spieler bei der nächsten Unterbrechung — nicht aber, wenn der Wechsel in der Halbzeitpause erfolgte.
FarbenRegel 4.3Jeder Torhüter muss sich farblich von den übrigen Spielern und von den Schiedsrichtern unterscheiden. Tragen beide Torhüter dieselbe Farbe und hat keiner ein anderes Trikot, gilt: «the referee allows the match to be played» — die einzige Farbkollision, die die Regeln ausdrücklich durchgehen lassen.
AusrüstungRegel 4.4Handschuhe, Kopfschutz, Gesichtsmasken sowie Knie- und Armschützer sind erlaubt, «as are goalkeepers' caps» — die Torhütermütze ist von den Regeln zur Kopfbedeckung ausdrücklich ausgenommen. Und: «Goalkeepers may wear tracksuit bottoms».
NetzeRegel 1Die Netze «must not interfere with the goalkeeper».
RückpassRegel 12.2Indirekter Freistoss, wenn der Torhüter den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand oder dem Arm berührt, nachdem ihm ein Mitspieler den Ball absichtlich zugespielt hat oder er ihn direkt aus dem Einwurf eines Mitspielers erhält — «unless the goalkeeper has clearly kicked or attempted to kick the ball to release it into play». Diese Ausnahmeklausel ist die vergessene Hälfte der Regel. Übrigens: «Rückpass» ist kein Regelbegriff — das Wort kommt im deutschen, englischen und französischen Regeltext nicht vor.
Erneutes AufnehmenRegel 12.2Indirekter Freistoss, wenn der Torhüter den Ball nach dem Freigeben wieder mit Hand oder Arm berührt, bevor ihn ein anderer Spieler berührt hat.
Absichtlicher TrickRegel 12.2Indirekter Freistoss gegen denjenigen, der den Trick (Kopf, Brust, Knie) zur Umgehung der Regel einleitet, unabhängig davon, ob der Torhüter den Ball mit der Hand spielt; der Torhüter wird bestraft und verwarnt, wenn er den Trick eingeleitet hat.
Absichtliches Handspiel und NotbremseRegel 12.4Feldverweis für das Verhindern eines Tores oder einer klaren Torchance durch absichtliches Handspiel, «except a goalkeeper within their penalty area». Diese Ausnahme endet an der Strafraumlinie.
Tor mit Hand oder ArmRegel 12.1Ein Tor direkt mit Hand oder Arm ist auch unabsichtlich ein Handspielvergehen, «including by the goalkeeper». Ausserhalb seines Strafraums gelten für den Torhüter genau dieselben Einschränkungen wie für jeden anderen Spieler.
Strafstoss — PositionRegel 14.1«The defending goalkeeper must remain on the goal line, facing the kicker, between the goalposts, until the ball is kicked», und: «When the ball is kicked, the defending goalkeeper must have at least part of one foot touching, in line with, or behind, the goal line». Er darf die Ausführung nicht verzögern und weder Pfosten noch Latte noch Netz berühren.
Strafstoss — Vergehen des TorhütersRegel 14.2Fällt das Tor, zählt es. Geht der Ball daneben oder an das Gestänge, wird nur wiederholt, wenn das Vergehen «clearly impacted on the kicker». Hält der Torhüter, wird wiederholt. Beim ersten Vergehen im Spiel wird der Torhüter ermahnt, bei jedem weiteren verwarnt.
AbseitsRegel 11.1Der Text spricht vom «second-last opponent» — nie vom Torhüter. Praktische Folge: ein weit aufgerückter Torhüter kann der letzte Gegner sein, womit ein Verteidiger zum vorletzten wird. Die Abseitslinie ist nicht die Linie des Torhüters. Zudem zählen Hände und Arme aller Spieler, «including the goalkeepers», für das Abseits nicht; die obere Armgrenze ist die Unterkante der Achselhöhle.
Abseits bei geworfenem BallRegel 11.2 (Anmerkung)Normalerweise gilt der erste Berührungspunkt, «however, when the ball is thrown by the goalkeeper, the last point of contact should be used».
Abwurf direkt ins gegnerische TorRegel 10Wirft der Torhüter den Ball direkt ins gegnerische Tor, gibt es Abstoss.
Abstoss oder Eckstoss vom Torhüter ausgeführtRegeln 16.2, 17.2Ein Handspiel des Ausführenden ergibt Strafstoss — ausser der Ausführende war der Torhüter, dann gibt es indirekten Freistoss.
VerletzungRegel 5Die allgemeine Regel (behandelter Spieler verlässt das Feld und bleibt nach der Fortsetzung eine Minute draussen) kennt ausdrückliche Ausnahmen, wenn ein Torhüter verletzt ist und wenn ein Torhüter und ein Feldspieler zusammengeprallt sind und behandelt werden müssen.
ZeitstrafenRegel 5 (Wettbewerbsoption)«Temporary dismissals apply to all players (including goalkeepers)».
PenaltyschiessenRegel 10Ein Torhüter, der nicht weiterspielen kann, darf auch bei ausgeschöpftem Kontingent durch einen gemeldeten Ersatzspieler ersetzt werden; der ersetzte Torhüter nimmt nicht mehr teil. Der Torhüter der schiessenden Mannschaft bleibt auf dem Feld, ausserhalb des Strafraums, auf der Torlinie am Schnittpunkt mit der Strafraumgrenze. Ein des Feldes verwiesener Torhüter muss durch einen spielberechtigten Spieler ersetzt werden.
Zu beobachten2026/27Das IFAB kündigt an, seine Versuche 2026/27 vor allem auf «delays caused by goalkeeper injuries» zu richten. Das ist die nächste Regel, die sich auf dieser Position bewegen dürfte.

Das Vokabular mit Quelle

Die UEFA sagt es in ihrem eigenen Referenzhandbuch selbst: «the approach to goalkeeping-specific course content is still very different throughout Europe and between national associations. There is, surprisingly, often little common ground when it comes to describing technical and tactical specifics, which should actually be universal». Ihr Leitsatz zur Position passt in einen Satz: «The goalkeeper needs to be part of the team, not apart from the team».

Die ausdrücklichste Technik-Taxonomie, die sich einem Verband zuordnen lässt, ist schweizerisch. Der Schweizerische Fussballverband (SFV/ASF) publiziert über das Monatsthema 04/2018 von J+S und dem Bundesamt für Sport, verfasst von Patrick Foletti, Chef Torhüter des SFV, fünf Zweikampftechniken — und benennt sie:

SFV/ASF und J+S — die fünf Techniken im 1:1
«Es stehen 5 Techniken zur Verfügung: Block Fuss, Block Hand, Tauchen, Bein weg und das Kreuz.»
Französische Ausgabe: «Cinq techniques sont à disposition: bloc pied, bloc main, plongeon, lève-jambe et croix.»
ElementDeutsch (wie publiziert)Französisch (wie publiziert)
Die PositionTorhüter — auch Torspieler/-in, im Kinderfussball die bevorzugte Bezeichnung des SFVgardien de but
Torhüter-TrainerTorhüter-Trainerentraîneur des gardiens (de but)
HechtenHechten (und Tauchen für den Zweikampf)plongeon
BallfangenBallfangen flach / Aufsetzer / halb hoch – hochrattraper un ballon bas / qui rebondit / mi-haut, haut
FaustenFausten — linke Hand / rechte Hand / beidhändigdégagement au poing gauche / droit / à deux poings
HerauslaufenHerauslaufensortie dans les pieds
Hohe Bällehohe Bälle; Flanke für die Hereingabeballon aérien; centre
SchrittarbeitSide Step · Laufschrittpas chassé · pas de course
AbwurfAbwurflancer, relance à la main
AbstossAbstosscoup de pied de but
OrientierungOrientierung; das Dreieck Tor – Ball – Torhüterorientation du corps; but – ballon – gardien

Zwei Begriffe, die in den gelesenen Schweizer Dokumenten nicht vorkommen: Faustabwehr (der SFV schreibt Fausten) und Grundstellung (verwendet wird offene Stellung). Die DFB-Seiten, die das klären würden, lieferten am 1. August 2026 HTTP 404.

Zwei publizierte Techniksätze, die Kabinendiskussionen beenden:

  • Welche Schrittart wofür: «Le pas chassé est privilégié pour les plongeons, tandis que le pas de course s'avère beaucoup plus efficace pour les sorties. Deux éléments que les jeunes gardiens doivent encore intégrer.» — Side Step für das Hechten, Laufschritt für das Herauslaufen.
  • Fangen oder fausten: «S'il ne parvient pas à saisir le ballon, le gardien le dévie du poing.» Zuerst fangen, fausten als Rückfallebene. Näher an eine publizierte Entscheidungsregel für Flanken kam keine gefundene Quelle. Der SFV publiziert zudem eine Faust-Taxonomie nach Hand — links, rechts, beidhändig — aber keinen Oberbegriff.
Die Begriffe, die kein Verband definiert. Diese englischen Ausdrücke sind in der Torhüterpraxis überall — und kein gelesenes Dokument von IFAB, UEFA, FFF oder SFV definiert sie: basket grip, W grip, contour grip, scoop, cup, collapse dive, extension dive, parry, spread save, star block, K block, smother, near-post block, javelin throw, overarm throw, roll-out, drop kick, half volley. Sie sind in der Praxis nützlich, aber nicht normativ — gut zu wissen, bevor man sie so unterrichtet, als wären sie es.

Das Rollenmodell der UEFA

Die UEFA publiziert keine Übungen, wohl aber ein Rollenmodell, das einen weit verbreiteten Beobachtungsfehler korrigiert: drei Involvierungsstufen.

StufeDefinition der UEFA
Regular involvementPhasen, in denen der Torhüter den Ball nicht bearbeiten muss und eine Beteiligung unwahrscheinlich ist: «The player is in observation and communication mode». Die UEFA hält fest, dies sei «the goalkeeper's default mode, and must be maintained throughout the match».
High involvementTätigkeiten, die eine Beteiligung vorbereiten oder ermöglichen: Raum schaffen, den Rückpass fordern, die Mauer stellen, die Grundposition einnehmen, wenn eine Hereingabe oder ein Torschuss bevorsteht.
Ball involvementDirekte Beteiligung am Ball (fangen, passen) oder am Ballführenden (Druck im 1:1).

Die UEFA benennt auch die Fehlermuster: das Zögern — «stop-and-go behaviour for through balls and crosses», also das «gehe ich raus oder nicht» — und das Schnell-aber-falsch, «diving the wrong way in a 1v1 situation». Dazu den Stellungsfehler «no man's land»: «a position on the pitch from which the goalkeeper cannot put adequate pressure on the player in possession or sufficiently defend the goal».

Die publizierte Einheit: EASI, 75 Minuten

Von allen gelesenen Dokumenten publiziert genau ein Verband eine Struktur für die Torhütereinheit mit Zeitangaben: der SFV, über J+S und das Bundesamt für Sport, im Monatsthema 04/2018 von mobilesport.ch. Sie heisst EASI — in der französischen Ausgabe ausgeschrieben als Échauffement, Analytique, Situatif, Intégré (Aufwärmen, analytisch, situativ, integriert) — und beruft sich ausdrücklich auf die «directives ASF – Concept d'entraînement du gardien SFV/ASF, 2011». Die deutsche Ausgabe druckt sie als «Lektionsstruktur EASI».

BlockPublizierte DauerDominante BelastungInhalt
Échauffement (Aufwärmen)20′TE / ta-COOStabilisation und Mobilisation, danach das Raster «5+5+1».
Analytique (analytisch)25′TE / taOrientierung «Tor – Ball – Torhüter». «Tous les ballons sont annoncés» — jeder Ball wird angesagt.
Situatif (situativ)25′te / TA«Tor – Ball – Torhüter = Spiel». «Tous les ballons ne sont pas annoncés (frappes libres)». Die Stufe S2 simuliert eine Spielsituation ganz ohne Hilfsmittel.
Intégré (integriert)«dépend de l'entraîneur principal»TE / TADer Torhüter im Mannschaftstraining.
Ausklang5′

Grossbuchstaben markieren die dominante Belastung. TE technisch, TA taktisch, COO Koordination. «Globalement, une unité d'entraînement dure 75 minutes» — die Zeiten sind Richtwerte und an Alter, Niveau und verfügbare Zeit anpassbar.

Die publizierten Lektionen brechen diesen Rahmen feiner herunter — und diese Fassung lässt sich unverändert auf den Platz legen:

  1. Stabilisation — 5′. Vier bis sechs Übungen aus einem publizierten Programm von 14; «Tenir la position durant 15 à 30 secondes pour chaque exercice» — jede Position 15 bis 30 Sekunden halten.
  2. 5+5+1 — 15′. Fünf Elemente ohne Ball (ABC-Koordination, Gelenke mobilisieren, Tonisierung, Beschleunigungen, dynamisches Dehnen) + fünf mit Ball (Beinarbeit 1, Beinarbeit 2, Ballfangen flach, Aufsetzer, halb hoch bis hoch) + ein Element zur Vorbereitung der Haupttechnik der Einheit.
  3. Analytisch — 20′. Alle Bälle angesagt, die Technik vor der Aktion benannt.
  4. Situativ — 20′. Gleiche Organisation, Bälle nicht mehr angesagt.
  5. Wettkampfform — 10′. Dieselbe Technik als Concours — fünf Schüsse pro Torhüter, dann wechseln.
  6. Ausklang — 5′. Total: 75 Minuten, 2 Tore, 2 bis 6 Torhüter (das ausgearbeitete Beispiel arbeitet mit 4).

Der publizierte Schwierigkeitsregler ist besser als «leicht / mittel / schwer»: es ist die Achse angesagt / nicht angesagt. Im analytischen Teil wird jeder Ball angekündigt, im situativen nicht mehr.

Die publizierten Inhalte mit ihrer Stufenangabe

InhaltFormatStufe, wie publiziert
Lektion «Duelle 1:1»75 min, 2 bis 6 Torhüter«Stufe: E–D und ältere Juniorinnen und Junioren» — französisch «Catégories: juniors E-D et plus âgés»
Lektion «Hechten»75 min, gleiche StrukturStufe E–D und ältere Juniorinnen und Junioren
Lektion «Battle»Dauer variabel, «selon la taille du groupe et l'organisation»; zusätzlich zwei Stangen und ein SeilStufe E–D und ältere Juniorinnen und Junioren
Herauslaufen — Rhythmus / Differenzierung1 Tor, 3 Bälle / 1 Tor, 7 Bälle und 8 FarbhütchenTitelblatt des Themas: «Tranche d'âge: 10 ans et plus» — ab 10 Jahren
Hohe Bälle — Rhythmus / Differenzierung1 Tor, 1 Ball / 1 Tor, 6 Bälle und 20 Hütchen«dès Footeco-14» — ab Footeco-14
Stationentraining (9 Posten), Völkerball mit Toren, Passspiel mit TorenHallenmaterial, Schulsportkeine Stufe pro Posten; Titelblatt ab 10 Jahren. «Adapter la taille des buts et des ballons en fonction du niveau et de l'âge.»
Programm Stabilisation und Mobilisation14 Übungen4 bis 6 nach Wahl, je 15 bis 30 s

Die publizierte Begründung für die hohen Bälle sagt etwas Wichtiges über die Position in der Ausbildung: «Les jeunes gardiens sont rarement confrontés à de telles actions en match ou à l'entraînement» — junge Torhüter erleben solche Aktionen im Spiel und im Training selten, deshalb müssen die ersten Erfahrungen bewusst geschaffen werden. Für das Herauslaufen steht dieselbe Feststellung: «de telles situations se présentent rarement dans les catégories juniors».

Der Befund gehört zum Inhalt. Über alles hinweg, was am 1. August 2026 bei IFAB, UEFA, FFF, LFP und SFV erreichbar war, publiziert genau eine Stelle benannte, reproduzierbare Torhüterübungen mit Material, Ablauf, Beobachtungspunkten und Stufenangabe: das Bundesamt für Sport mit J+S, in einem einzigen Monatsthema vom 4. April 2018 — 3 Lektionen + 4 Übungen + 3 Schulinhalte + 1 Stabilisationsprogramm. Die UEFA publiziert ein Rollenmodell und zwei Lehrpläne, aber keine Übungen. Die FFF publiziert Ausbildungsreglemente, aber kein Torhüter-Lektionsblatt war abrufbar (die Seiten der technischen Direktion auf fff.fr lieferten am 1. August 2026 HTTP 403). Das ist keine Rhetorik, sondern das Ergebnis der Dokumentensuche.

Bei Kindern: wechseln statt spezialisieren

Das ist die Frage, die jeder Verein stellt — und ein Verband beantwortet sie schriftlich. Die Position ist schweizerisch, sie ist ausdrücklich, und sie ist breiter als der Torhüter: sie betrifft die Spielpositionen insgesamt.

SFV/ASF und J+S, Kinderfussball — Theorie und Praxis, S. 32
«Wechselnde Spielpositionen statt Frühspezialisierung» (Abschnittstitel)
«Ebenfalls wechselnde Torspieler/-innen. Der Torspieler nimmt aktiv am Spiel teil.»
«Eine Frühspezialisierung auf bestimmte Spielpositionen innerhalb des Kinderfussballs schadet …»

Der publizierte Detailgrad: bei den Junioren G und F soll jedes Kind abwechselnd im Tor eingesetzt werden, bei den Junioren E vor allem jene, welche die Position aktiv suchen. ⚠️ Sekundärlesung Die Schweizer Kategorien sind G 5–6, F 7–8, E 9–10, D-7 11–12 und D-9 11–13 Jahre.

Und das Wechseln ist nicht nur eine Empfehlung: in den Ausführungsbestimmungen Kinder- und Jugendfussball 2026/27 wird es für die Mädchenkategorien FF-14 zur Wettbewerbsvorschrift«Pro Turnier werden mind. 2 (oder mehr) unterschiedliche Torspieler/-innen eingesetzt».

Die drei Länder sagen nicht dasselbe — und genau das ist der Punkt

Frage🇫🇷 Frankreich (FFF)🇨🇭 Schweiz (SFV, J+S)🇧🇪 Belgien (URBSFA)
Sollen Kinder im Tor wechseln?Keine publizierte Position abrufbar. Die Seiten der technischen Direktion auf fff.fr lieferten am 1. August 2026 HTTP 403.Ja, ausdrücklich: bei G und F wechseln alle, ab E Selbstselektion, und bei FF-14 mindestens zwei Torhüterinnen pro Turnier.In dieser Quelle nicht untersucht.
Gibt es mit 5–6 Jahren überhaupt einen Torhüter?Foot à 4 heisst 3 + 1 Torhüter. Der Text von 2013 führt beide Varianten: Spielfeld 25 × 15 m «à 4 avec gardien» oder 30 × 20 m «à 4 sans gardien», Tore 3 × 1,50 m bzw. 2 × 1,50 m ohne Torhüter.Kategorien G, F und E: kein Torhüter, Mini-Tore; ab D-7 und D-9 ist ein Torhüter Pflicht. ⚠️ SekundärlesungDie beiden Flügel desselben Verbands widersprechen sich. Auf französischsprachiger Seite (FFA, ehemals ACFF) druckt das U6-Blatt «Jeu à 2» «Pas de gardien de but !». Auf flämischer Seite spielt Voetbal Vlaanderen dasselbe 2v2 als «1+K tegen 1+K», mit der Regel «Doelman — Elke speelhelft mag één speler de bal met de handen spelen binnen het eigen doelgebied (6 m zone)».
Wann beginnt das torhüterspezifische Training?Einziges gefundenes Alterssignal: die Certification Gardien de But verlangt 10 begleitete Torhütereinheiten, davon 5 in U11-U13 und 5 in einer älteren Kategorie.Das Material richtet sich an Vereins- und Torhütertrainer «dès les juniors E», Titelblatt «10 ans et plus»; Arbeit mit hohen Bällen «dès Footeco-14».Nicht untersucht.
Darf der Torhüter im Juniorenfussball den Rückpass aufnehmen?Nicht gefunden.Im 9 gegen 9 nicht. Und bei D-7 / D-9 wird der Abstoss aus der Hand ausgeführt, «Abwurf aus den Händen». ⚠️ SekundärlesungNicht untersucht.

Die praktische Folge. «Lasst eure Torhüter wechseln» ist eine Anweisung schweizerischen Ursprungs. Sie ist gut, sie steht schwarz auf weiss, und sie wird von einer Wettbewerbsvorschrift gestützt — aber ein französisches oder belgisches Gegenstück wurde nicht gefunden, und deshalb darf sie nicht als europäischer Konsens dargestellt werden. Auf UEFA-Seite muss das Diplom Goalkeeper B «Goalkeeping in small-sided games: 4v4 → 9v9» und den «chronological age bias» abdecken, was in dieselbe Richtung weist, ohne es so deutlich zu sagen.

Dasselbe J+S-Thema publiziert schliesslich ein Schulmodul, damit jede Schülerin und jeder Schüler mindestens einmal ins Tor kommt: «L'idée est que chacun puisse se mettre dans la peau du gardien … et goûter à cette sensation au moins une fois!». Für die jüngsten Kategorien ist das der einzige vertretbare Inhalt — und es ist Kennenlernen der Position, nicht Torhütertraining.

Was die Forschung misst

Beginnen wir mit der nützlichsten Messung überhaupt: wie viel Wissenschaft es zur Position gibt. PubMed-Abfrage vom 1. August 2026:

AbfrageTreffer
goalkeeper*[tiab] AND (soccer[tiab] OR football[tiab])622
soccer[tiab] OR football[tiab]27 724
Anteil des Torhüters an der Fussballliteratur2,24 %
… davon Kinder und Jugendliche112
… davon Verletzungen135
… davon randomisierte kontrollierte Studien10

Die Übersichtsarbeiten bestätigen es von innen: White und Kolleginnen (2018) fanden für die gesamte Frage nach Spielbelastung und Leistungstests des Torhüters nur 26 auswertbare Arbeiten; Perez-Arroniz und Kolleginnen (2023) fanden über Anthropometrie, Kondition, externe Belastung und Verletzungen zusammen nur 56 Artikel. Einer von elf Spielern auf dem Feld, rund 2 % der publizierten Fussballwissenschaft.

Was das Spiel verlangt

  • 4 bis 6 km am Spieltag, rund 50 % der Distanz der Feldspieler; ~98 % der Zeit in tiefen Bewegungsintensitäten; 2 bis 10 Paraden pro Spiel, «die oft explosive Aktionen beinhalten (Hechten, Sprünge)». Zwischen den Halbzeiten wurden bei Profi-Torhütern keine Leistungseinbrüche beobachtet. Testprofil isoliert: bessere Sprungleistung, tiefere VO₂max, langsamere Sprintzeiten als Feldspieler. (White et al. 2018, systematische Übersicht, 26 Arbeiten)
  • Torhüterspezifisches Training erzeugte 51 ± 11 Hechtbewegungen — mehr als jede andere Wocheneinheit — gegenüber 5 ± 3 in Spielformen; Richtungswechsel (34 ± 12) und explosive Aktionen (70 ± 18) lagen dort über den Spielwerten. Hochgeschwindigkeitsdistanz im Spiel: 103 ± 72 m. Über 100 Spiele hinweg gab es in der Phase 75–90 min mehr Hechtbewegungen als in 0–15 min (1,3 ± 1,4 gegenüber 1,0 ± 1,1) und mehr explosive Aktionen (2,5 ± 2,4 gegenüber 2,0 ± 1,8). (White et al. 2020, 8 Premier-League-Torhüter)
  • Der härteste Ausbildungsbefund, wörtlich zitiert: «in early ages (9–13 years) the training of goalkeepers is not well posed, since compared to the players are worse both in physical capacities and technique». Dieselbe Übersicht hält fest, dass die aerobe Langzeitausdauer die Torhüterleistung nicht beeinflusst, Sprint, Sprung, Agilität und Beweglichkeit hingegen schon. (Perez-Arroniz et al. 2023, 56 Artikel)
  • Der Unterschied wartet nicht auf die Pubertät: Feldspieler zeigen höhere VO₂max, mittlere anaerobe Leistung, wiederholte Sprintfähigkeit und 5–20-m-Sprintzeiten sowie einen tieferen Körperfettanteil als Torhüter «from a very youth age (8 years old)». (Slimani und Nikolaidis 2019, systematische Übersicht)

Verletzungen: was stimmt und was ein Mythos ist

RegionWas die Literatur sagt
Obere ExtremitätTorhüter haben bis zu 5-mal mehr Verletzungen der oberen Extremität als Feldspieler, «viele davon mit erheblichem Ausfall». Rangfolge der Lokalisationen: Schulter/Schlüsselbein → Hand/Finger/Daumen → Ellbogen → Handgelenk → Unterarm → Oberarm. (Marom und Williams 2018)
SchulterÜber 3 828 Spiele / 126 357 Stunden zweier brasilianischer Meisterschaften 2016–2019: 169 Verletzungen der oberen Extremität, 6,8 % aller Verletzungen; die Schulter macht 63,3 % davon aus; mittlere Rückkehr ins Spiel 19,1 Tage (0 bis 200) und länger bei Torhütern. (de Souza Lima et al. 2022)
SchulterpräventionRandomisierte kontrollierte Studie über eine Saison mit Amateur-Torhütern, n = 726: 50 Verletzungen (0,62 / 1000 Expositionsstunden) mit dem Programm FIFA 11+ Schulter gegenüber 122 (1,94 / 1000 h) mit dem üblichen Aufwärmen — IRR 0,32 (95 %-KI 0,27–0,34). Das Programm besteht aus drei Teilen: allgemeines Aufwärmen; Kraft und Gleichgewicht der Muskulatur von Schulter, Ellbogen, Handgelenk und Fingern; fortgeschrittene Übungen für Rumpfstabilität und Muskelkontrolle. ⚠️ das publizierte Abstract widerspricht sich selbst — die Ergebnisse nennen IRR 0,32, die Schlussfolgerung «50 % weniger». Zitieren Sie die IRR. (Al Attar et al. 2021; Ejnisman et al. 2016 zur Struktur)
Hüfte und LeisteDer Mythos. Fünf Saisons der höchsten schwedischen Männerliga, 16 Klubs, 467 Hüft-/Leistenverletzungen mit Ausfall bei 1 687 Spielern: «Goalkeepers had the lowest percentage of injuries and absence days.» Eine positionsspezifische Leistenwarnung ist also nicht zu schreiben. (Lundgårdh et al. 2020)
KopfMechanismus: Torhüter erleiden Kollisionsverletzungen am häufigsten, wenn der Kopf auf den Pfosten, den Boden oder Ellbogen, Fuss oder Kopf eines anderen Spielers trifft (Fields 1989 — ⚠️ alt, narrativ). Befragung von 3 001 Athletinnen und Athleten: 18 % berichteten eine Gehirnerschütterung (Fussball 25 %), und innerhalb des Fussballs «goalkeepers and defensive midfield players showed most concussive incidences» (Helmich 2018 — ⚠️ retrospektive Selbstauskunft). Metaanalyse von 6 Studien: Verhältnis der Gehirnerschütterungsrate Frauen zu Männern für die Torhüterrolle = 1,63 (95 %-KI 1,22–2,17) (Dave et al. 2022).
Position und Verletzung insgesamtBei 369 Nachwuchsspielern U14–U23 nach dem Wachstumsschub: «No association with playing position was observed for any injury type or location.» Die höchste Inzidenz zeigten Innenverteidiger, nicht Torhüter. (Hall et al. 2022)

Was niemand publiziert: Es wurde kein torhüterspezifisches Return-to-Play-Protokoll gefunden — weder bei einem Verband noch im am 1. August 2026 gelesenen Studienbestand. Vorhanden ist ein Präventionsprogramm (11+ Schulter) und die Beobachtung, dass die Rückkehr nach Verletzungen der oberen Extremität bei Torhütern länger dauert.

Eine letzte Zahl, weil sie Regel und Technik verbindet: seit Regel 14.1 nur noch einen statt zwei Füsse auf der Linie verlangt, hechten Torhüter weiter und schneller (p < 0,001 für beides). ⚠️ n = 6 Torhüter, 20 Hechtbewegungen, Labor (Monteiro et al. 2022).

Die Torhüter-Trainer-Diplome

UEFA Goalkeeper BUEFA Goalkeeper A
GrundlageUEFA-Trainerkonvention, 4. Ausgabe, aktualisiert 2020
Mindeststundenzahl60 h120 h
Zulassunggültige UEFA-C-Lizenz oder nationales Torhüter-Zertifikat mit den entsprechenden C-Modulengültige UEFA-B-Lizenz und gegebenenfalls gültige UEFA-Goalkeeper-B-Lizenz
Berechtigt zu«develop young goalkeepers and coach adult goalkeepers in either the amateur or elite game»Torhüter jeden Alters im Profifussball betreuen
Stunden ausserhalb des Platzes≥ 20 h≥ 36 h
Stunden auf dem Platz inkl. Praktikum≥ 40 h≥ 84 h
Begleitete interaktive Inhalte≥ 40 h≥ 50 h
Praktikum im Vereinsumfeld≥ 20 h≥ 70 h
Vier geprüfte BereicheSpezialisierter Torhütertrainer · Torhüter · Trainingsumfeld · Spiel

Das Diplom Goalkeeper B enthält eine selten zitierte Kompetenz mit direktem Ausbildungsbezug: die Arbeit mit Torhütern in der Reifungsphase, besonders während des grössten Längenwachstums, wo die Trainingsprogramme häufig angepasst werden müssen, um wachstumsbedingte Probleme zu verringern.

Der französische Weg hat drei Stufen. Die Certification Gardien de But, ein Einstiegszertifikat des Verbands, offen nach zwei Modulen des Certificat Fédéral Football: sie richtet sich an Trainer, die Torhüter in U11-U13 plus einer älteren Kategorie (U15, U17, U19 oder Aktive) betreuen, und wird über eine 15-minütige Lehrsituation, ein 15-minütiges Gespräch und eine 15-minütige mündliche Prüfung zu einem Praktikumsbericht über 10 Torhütereinheiten, davon 5 in U11-U13, abgeschlossen. Danach das Certificat d'Entraîneur Gardien de But niveau 1 (CEGB Stufe 1), 24 Stunden, durchgeführt von den Regionalinstituten (IR2F), mit Voraussetzungen wie drei Saisons als Torhüter und drei Saisons als Torhütertrainer auf definiertem Niveau; der von der Ligue Nouvelle-Aquitaine berichtete Kurs dauerte 3 Tage, vom 13. bis 15. Juni 2024, mit 11 Teilnehmenden. Zuletzt das CEGB Pro, das die Charta der LFP zur Pflicht macht: jeder Klub der Ligue 1 und Ligue 2 braucht «1 entraineur des gardiens de but de l'équipe professionnelle, titulaire ou en cours d'obtention du Certificat FFF gardien de but (CEGB Pro) ou de son équivalence (licence UEFA A Goalkeeper)». Daneben gibt es ein 8-stündiges Einstiegszertifikat für Futsal-Torhütertrainer.

⚠️ Zwei offen deklarierte Lücken. Ob zwischen CEGB Stufe 1 und CEGB Pro eine Stufe 2 oder 3 existiert, konnte nicht geklärt werden: das Kursblatt der Stufe 1 nennt keine, und die Seite der technischen Direktion auf fff.fr lieferte am 1. August 2026 HTTP 403. Und es wurde kein Name eines SFV-eigenen Torhüterdiploms gefunden: die Schweiz hat einen Chef Torhüter und Konzeptdokumente (Foletti 2007, 2011, 2013), aber die Bezeichnung ihrer Zertifizierung war nicht abrufbar. Der belgische Ausbildungsweg wurde in dieser Quelle nicht behandelt.

Spielfeld- und Tormasse sowie die Spielformen je Kategorie stehen in Altersklassen und Spielformen, die übrigen Spielregeln in Regeln und Ausrüstung.

Quellen

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Zuletzt aktualisiert: 2. August 2026 ID : help.football.torhueter