Fechttraining

Die Paak-Wissensbasis für Fechtmeister — von der Entdeckung bis zum Wettkampffechter. Wählen Sie Waffe und Alterskategorie: Schwerpunkte, Übungen und Einheiten passen sich an.

Jede Übung, jeder Einheitsrahmen und jede Regel trägt ihre Quelle. Wir unterscheiden drei Ebenen: Verbandstext, begutachtete Forschung, Trainingsliteratur — und wir sagen auch, was niemand publiziert. Verifiziert · Juli 2026

Geometrisches Motiv des Banners: die Linien einer Fechtbahn, als goldene Strichzeichnung auf marineblauem Grund. Der Hintergrund zeigt eine Fechtbahn von oben: die lange Bahn, die Mittellinie, die beiden Startlinien, die beiden Warnlinien und die schraffierten letzten Meter. Dekorativ und ohne Masse — die einzigen Zahlen des Banners stehen daneben.
Trainer-Ecke · Fechten

Was die Verbände wirklich zum Kinder- und Jugendfechten publizieren

FIE, FFE, Swiss Fencing, DFB, British Fencing, USA Fencing und CFF nebeneinander. Waffen, Altersraster, Lektion, Vorrecht, Prävention — belegt, datiert, vergleichbar.

37 publizierte Übungen
7 Leitfäden
7 verglichene Verbände
Ihre Waffe
Ihre Alterskategorie

Diese vier Bänder sind die von Paak. Kein Verband verwendet dieses Raster — sieben Verbände verwenden sieben, untereinander inkompatibel. Die sieben Raster ansehen

Vorrangig trainieren

  • 4 bis 7 Stunden pro Woche mit 11–12 Jahren, 7 bis 11 Stunden mit 13–14 (J+S-Handbuch Fechten)
  • Die polysportive Trainingskultur ernst nehmen — das J+S-Handbuch schreibt es für 11–12 Jahre schwarz auf weiss
  • Einfacher Angriff, Parade-Riposte, verkettete Angriffs- und Verteidigungsfolgen, dann beginnen, die Aktionen zu benennen
  • Gerader Griff obligatorisch bis M13; Daumen und Zeigefinger bis M11 in ständigem Kontakt mit dem Polster (FFE)

In diesem Alter vermeiden

  • Die zweite Absicht und das Contre-temps
  • Den Gegenangriff zur Hauptwaffe machen: er gewinnt gegen Kinder und wird später im Contre-temps bestraft
  • Das Überholen des vorderen Fusses durch den hinteren — in den Jugendkategorien verboten (FFE)
  • Die Hantel laden, bevor die Kniebeugetechnik sauber ist (Position des DFB, ohne Altersangabe)

Die drei Waffen sind nicht ein Sport

Florett und Säbel haben das Treffervorrecht, der Degen nicht. Trefffläche, Art des Treffers, Sperrzeit und erlaubte Beinarbeit ändern sich mit der Waffe. Wählen Sie oben eine Waffe, um nur sie zu sehen.

Florett — Gültige Trefffläche
Florett Latz: 1,5–2 cm unter dem Kinn
Degen — Gültige Trefffläche
Degen der ganze Körper
Säbel — Gültige Trefffläche
Säbel die Hüftlinie
Ihre Waffe FlorettDegenSäbel
Treffervorrecht Ja — t.83 bis t.89 Nein — t.92: beide Lampen bedeuten je einen Treffer gegen beide Ja — t.100 bis t.106
Gültige Trefffläche Nur der Rumpf, Gliedmassen und Kopf ausgeschlossen; obere Grenze am Kragen bis 6 cm über den Schlüsselbeinen; dazu der Teil des Maskenlatzes unterhalb einer horizontalen Linie 1,5–2 cm unter dem Kinn, die in keinem Fall unter die Schulterlinie fallen darf (t.77.1) Der ganze Körper, einschliesslich Kleidung und Ausrüstung (t.91) Alles oberhalb einer horizontalen Linie über den Hüftknochen (t.97.1): Rumpf, Kopf und Maske sowie beide Arme einschliesslich der Hände — die Hand ist über den leitenden Handschuh gültig (m.33). Beine und Füsse ausgeschlossen
Art des Treffers Nur mit der Spitze (t.76.1) Nur mit der Spitze (t.90.1) Spitze und Schneide; auch die Flachseite und der Klingenrücken zählen (t.96). Ein Treffer mit der Glocke wird annulliert und als Vergehen der 1. Gruppe bestraft (t.96.3)
Sperrzeit des Melders Sperrzeit 300 ms ± 25. Mindestkontakt 14 ms ± 1 Weniger als 40 ms zwischen den beiden Treffern: Doppeltreffer. Mehr als 50 ms: nur ein Treffer. Die Toleranz ist das Band dazwischen — keine Sperrzeit bei 40 ms Sperrzeit 170 ms ± 10 — gesicherter Wert, wortgleich in den Ausgaben 2021 und 2025 des Materialreglements. Konforme Melder tragen eine magentafarbene Etikette « FIE 2016 ». Der frühere Wert (oft mit 120 ms zitiert) liess sich an keinem Reglement jener Zeit verifizieren
Flèche und Kreuzschritte Flèche erlaubt. Kreuzschritte vorwärts sind erlaubt, gelten aber als Vorbereitung: jeder einfache Angriff hat das Vorrecht darüber (t.84.3). Es ist die am wenigsten gelehrte Regel des Floretts Flèche erlaubt, Kreuzschritte erlaubt und nicht bestraft Die Flèche ist verboten, ebenso jede Vorwärtsbewegung, bei der der hintere Fuss den vorderen vollständig überholt (t.101.5): Vergehen der 1. Gruppe, der Treffer des Fehlbaren wird annulliert, der des Gegners zählt. Daher kommt die « Flunge »
Ungültiger Treffer Unterbricht die Phrase und annulliert jeden folgenden Treffer (t.78) Existiert nicht: der ganze Körper ist gültig Unterbricht die Phrase nicht und annulliert nichts (t.98). Das ist die zentrale Asymmetrie zum Florett
Grundauslage Sixt — Hand in Supination, Spitze über der Hand Sixt, mit dem Ellbogen eingezogen in die Achse von Unterarm, Glocke und Spitze Terz — Hand in Pronation
Paradensystem Sixt / Oktav und Quart / Septim Sixt / Oktav und Quart / Septim, mit der Sekond sehr präsent in der tiefen Linie Ein kleineres, strukturell anderes Set: Terz, Quart, Quint (die Kopfparade), dazu die Sekond für die tiefe Aussenlinie. Säbelparaden blocken statt abzuleiten und werden so spät wie möglich genommen, um sich nicht von der Finte täuschen zu lassen
Gefechtsformat Poule: 5 Treffer in 3 Minuten. Direktausscheidung: 15 Treffer in 3 Perioden zu 3 Minuten Ebenso. In der Poule wird bei 4-4 der Entscheidungstreffer gefochten, und Doppeltreffer zählen nicht (t.38.1b) Ebenso, ausser dass die erste Periode der Direktausscheidung nach 3 Minuten oder bei 8 Treffern endet (t.39.1). Bei den Veteranen, deren Direktausscheidung auf 10 Treffer in 2 Perioden gefochten wird, endet diese erste Periode bei 5 Treffern (t.42)
Was früh zu lehren ist Der Arm beginnt vor dem Bein, und die Vorbereitung mit gebeugtem Arm überlässt dem Gegner das Vorrecht Das nächste Ziel vor dem tiefen Ziel — Hand, Handgelenk, Unterarm — und die « tote Zone », in der man zugleich zu nah und zu weit ist Dass der Treffer spätestens ankommen muss, wenn der vordere Fuss aufsetzt (t.101.3.a): der Säbelangriff ist eine Aktion mit Frist

Die Sperrzeiten, massstabsgetreu

Das ist die Variable, die am besten erklärt, warum diese drei Waffen drei verschiedene Spiele hervorbringen.

Massstabsgetreuer Vergleich der Sperrzeiten der drei Waffen. Drei horizontale Balken im selben Massstab. Der Balken des Floretts läuft bis 300 Millisekunden, der des Säbels bis 170 Millisekunden, und der des Degens ist nur ein schmales Band zwischen 40 und 50 Millisekunden. Das Band des Degens ist rund siebenmal kürzer als das des Floretts: deshalb ergibt ein Gegenangriff auf die Hand, der 45 Millisekunden vor dem Treffer am Körper ankommt, noch einen Doppeltreffer, und deshalb ist der Degen das einzige der drei Spiele, das Gleichzeitigkeit toleriert. 0 ms 100 ms 200 ms 300 ms 300 ms 170 ms 40–50 ms
  • Florett — Sperrzeit 300 ms
  • Säbel — Sperrzeit 170 ms
  • Degen — Doppeltreffer unter 40 ms, Einzeltreffer über 50 ms

Die Einheit des Tages

Wählen Sie einen Rahmen, Paak füllt ihn mit Übungen passend zu Alterskategorie und Waffe. Jeder Rahmen gibt an, ob er von einem Verband stammt oder ob wir ihn zusammengestellt haben.

Die Übungen

Diese Übungen sind in Paak — jede Karte nennt den Ablauf, die Kernpunkte, eine schwierigere und eine leichtere Variante.

Kadenzlinie (Nazlymov)Vier Fechter stehen links in einer senkrechten Linie und blicken auf den Fechtmeister allein rechts. Zwei gestrichelte Bewegungen zerlegen den Schritt: die erste, lang und langsam, für den vorderen Fuss; die zweite, kurz und schnell, für den nachziehenden hinteren Fuss. Ein blasser, nicht nummerierter Weg zeigt den Fall, in dem der Meister vorrückt und die Linie den halben Schritt in einen Rückzug umwandelt. Keine Distanz eingezeichnet.1234M« eeeeeh » — le pied avant avance lentement, sur le talon« un » — le pied arrière remonte viteil avance → la ligne convertit la demi-marche en retraitemaître d’armes, sans arme
Kadenzlinie (Nazlymov)
10 Min.
Übungsdetails

Die ganze Gruppe steht in einer Linie vor dem Fechtmeister, ohne Waffe. Der Meister geht rückwärts und gibt die Kadenz vor: iiiih — eins. Auf iiiih schiebt sich der vordere Fuss langsam vor und setzt auf der FERSE auf; auf eins zieht der hintere Fuss schnell nach. Der Meister kehrt die Bewegung mitunter mitten im Schritt um: Die Linie macht aus dem halben Schritt vorwärts einen Schritt rückwärts.

Kernpunkte: Langsam und flüssig, nie schnell — der Schwung ist der Feind des Fechters. Der Fechter muss einen Schritt beginnen, eine Änderung sehen und sich umkehren können, ohne das Gleichgewicht zu verlieren.

↑ Schwieriger: Die Linienwahl und das Zurückgewinnen der Initiative ergänzen (Übung 2), danach die Waffen.

↓ Leichter: Nur Schritt vorwärts und Schritt rückwärts, ohne Umkehr.

Initiative zurückgewinnen in der Linie (Nazlymov)Vier Fechter stehen links in einer senkrechten Linie vor dem Meister allein rechts. Eine erste gestrichelte Bewegung zeigt die langsamen Schritte zum Meister, eine zweite die schnellen Rückzüge, wenn er angreift. Eine Aktion in dicker Linie mit der Nummer 1 ist die Rückgewinnung der Initiative: die Linie geht wieder vorwärts. Ein blasser, nicht nummerierter Weg zeigt den vom Meister aufgezwungenen Abschluss, Gegenangriff oder zufällige Parade. Keine Distanz eingezeichnet.1234M1marches lentes menées par le maîtreil « attaque » → plusieurs retraites rapidesau signal, la ligne REPREND l’initiative et avanceil finit par une contre-attaque ou une parade aléatoirele maître, sans arme
Initiative zurückgewinnen in der Linie (Nazlymov)
12 Min.
Übungsdetails

Wie die Kadenzlinie, ohne Waffe. Der Fechtmeister führt langsame Schritte vorwärts; wenn er angreift, löst sich die Linie mit mehreren schnellen Schritten rückwärts und übernimmt dann auf ein Signal wieder die INITIATIVE und geht vor, während der Meister zurückweicht. Der Meister schliesst mit einem Gegenangriff ab (die Linie endet im Ausfall) oder mit einer zufälligen Parade (die Linie umgeht in die offene Linie).

Kernpunkte: Der Übergang von der Abwehr zum Zurückgewinnen der Initiative IST der Zweck der Übung.

↑ Schwieriger: Zu zweit mit Waffe weiterarbeiten (Übung 3).

↓ Leichter: Zwei Optionen statt der vollständigen Abfolge.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Angreifer / Verteidiger mit drei Optionen (Nazlymov)
15 Min.
Übungsdetails

Zu zweit, in Ausrüstung, auf Schritt-Ausfall-Distanz. Der Angreifer geht langsam vor. Der Verteidiger wählt: (a) stehen bleiben → der Angreifer fällt aus und trifft; (b) zurückgehen → der Angreifer hängt einen zweiten, aggressiveren Schritt an den Rückzug an, provoziert eine frühe Parade und umgeht im Ausfall; (c) weit zurückgehen → der Angreifer schliesst mit einem bewusst kurzen Ausfall ab, lädt zur Reprise ein, kehrt in die Fechtstellung zurück und pariert-ripostiert.

Kernpunkte: Keine tiefe oder sichtbare Finte: Die Finte entsteht aus der PLÖTZLICHKEIT des zweiten Schrittes. Der Angriff wird vollständig über die Beinarbeit geführt.

↑ Schwieriger: Der Verteidiger mischt die drei Optionen zufällig.

↓ Leichter: Nur zwei Optionen.

Der Schritt in der VorbereitungEin Fechter links steht dem Fechtmeister rechts gegenüber. Eine senkrechte Linie in der Mitte markiert die Vorbereitungsdistanz am Boden. Ein gestrichelter Weg zeigt den Schritt bis zu dieser Linie. Von dort gehen zwei Ausgänge ab: ein Angriff in dicker Linie, mit 1 nummeriert, wenn der Meister stehen bleibt, und ein blasser, nicht nummerierter Weg für das Abbrechen, wenn der Meister auf die erste Bewegung zurückweicht. Keine Distanz eingezeichnet: die Quelle publiziert keine.1M1distance de préparation,marquée au solla marcheil reste immobile → finir en fente, sans hésiteril recule au premier mouvement → annulermaître d’armes
Der Schritt in der Vorbereitung
15 Min.
Übungsdetails

Die Distanz suchen, auf welcher der Schüler mit einem einfachen direkten Angriff trifft, dann einen Schritt zurückgehen (Vorbereitungsdistanz) und die Position am Boden markieren. Der Schüler eröffnet mit einem Schritt vorwärts. Der Fechtmeister bleibt entweder stehen (der Schüler muss ohne Zögern zu Ende gehen und ausfallen) oder geht auf die erste Bewegung hin zurück (der Schüler bricht ab und findet das Gleichgewicht wieder).

Kernpunkte: Die Entscheidung fällt spätestens beim Aufsetzen des vorderen Fusses. Kein vorgeneigter Oberkörper. Der Ausfall beschleunigt über das ganze hintere Bein, ohne Abstoss aus dem vorderen Fuss.

↑ Schwieriger: Variante mit 4 Optionen (langsamer Klingenschlag kombiniert mit Stehenbleiben und Zurückgehen); danach ein bewusst SPÄTER Rückzug, der eine Finte mit Umgehen erzwingt.

↓ Leichter: Nur eine angesagte Option; Ziel in der unteren Linie, um das Lesen zu vereinfachen.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Tempo verstehen (Teile 1 bis 4)
20 Min.
Übungsdetails

Teil 1: Der Schüler geht vor; der Fechtmeister bleibt stehen (Ausfall) oder geht beim ersten Anzeichen des vorderen Fusses zurück (Abbruch). Blockweise bis rund 80 % richtige Lesungen, danach zufällig. Teil 2: ein langsamer Klingenschlag kommt dazu → vier Situationen. Teil 3: Der Rückzug des Meisters kommt immer später und erzwingt eine Finte mit Umgehen. Teil 4: Der Schüler baut einen Rhythmus auf und bricht ihn mit einem halben Schritt rückwärts in den Ausfall, um das Tempo zu stehlen.

Kernpunkte: Der Fechtmeister muss GENAU auf die Bewegung des vorderen Fusses reagieren, nie verspätet. Auf den Pawlow-Ausfall achten: den Schüler, der auf das Klingensignal reagiert und das Distanzsignal ignoriert.

↑ Schwieriger: Die Teile in dieser Reihenfolge; Grösse und Tempo des Signals auf das Niveau abstimmen.

↓ Leichter: Nur Teil 1, blockweise.

Seitliche Verschiebung auf der FechtbahnZwei Fechter stehen sich auf einer waagrechten Gefechtslinie gegenüber. Zwei gestrichelte Bewegungen gehen vom linken Fechter ab, eine nach oben und eine nach unten, beschriftet mit dem einleitenden Fuss. Ein Angriff in dicker Linie mit der Nummer 1 geht aus der oberen Position ab und erreicht das Ziel in einem Winkel. Ein blasser, nicht nummerierter Weg verläuft entlang der Gefechtslinie und erinnert daran, dass Frontalbleiben die Regel ist. Keine Distanz eingezeichnet.1D1la ligne de combatvers la gauche : initié par le pied avantvers la droite : initié par le pied arrièrel’angle gagné sur la ciblerester face et tenir la ligne reste la règle
Seitliche Verschiebung auf der Fechtbahn
10 Min.
Übungsdetails

Bei Rechtshändern werden Schritte nach links vom vorderen Fuss eingeleitet, Schritte nach rechts vom hinteren. Den Seitschritt üben, um einen Winkel zur Trefffläche zu gewinnen, eine Parade zu erleichtern, einen Nahkampf zu vermeiden oder den Gegner zu stören.

Kernpunkte: Dem Gegner zugewandt zu bleiben und die Gefechtslinie zu halten bleibt die Regel; die seitliche Verschiebung ist eine nützliche Ausnahme, keine Gewohnheit.

↑ Schwieriger: Aus dem neuen Winkel einen Angriff anschliessen.

↓ Leichter: Nur Beinarbeit, ohne Waffe.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Chunking der zusammengesetzten Beinarbeit
12 Min.
Übungsdetails

Zuerst den Sprung UND DANN den Ausfall als GETRENNTE Aktionen lehren; dann Schritt UND DANN Ausfall; dann Sprung → Schritt → Ausfall; und erst danach zu Sprung-Ausfall und Schritt-Ausfall verschmelzen.

Kernpunkte: Die zusammengesetzte Einheit soll technisch bereits eingeleitet, taktisch aber noch unbestimmt sein: Die Entscheidung über die Fortsetzung fällt, während die Vorbereitung noch läuft.

↑ Schwieriger: Längere Ketten mit fortlaufender Entscheidung.

↓ Leichter: Nur zwei Teile.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Klingenschlag synchron zum hinteren Fuss
12 Min.
Übungsdetails

Aus der Schritt-Ausfall-Distanz leitet der Schüler den Schritt mit dem vorderen Fuss ein und schlägt GENAU beim Aufsetzen des hinteren Fusses auf die Klinge des Fechtmeisters, danach folgt der Ausfall.

Kernpunkte: Der ganze Wert liegt in der Synchronisation von Klingenschlag und hinterem Fuss. Ein Schlag auf dem VORDEREN Fuss erzwingt im folgenden Angriff ein einleitendes Umgehen; auf dem HINTEREN Fuss kommt ein einfacher Angriff noch durch.

↑ Schwieriger: Durch einen Druck ersetzen oder mit einem Umgehen abschliessen.

↓ Leichter: Klingenschlag im Stand, danach die Beinarbeit ergänzen.

Die vier Situationen am Degen (Copeland/Evans)Ein Degenfechter links steht dem Fechtmeister rechts gegenüber. Ein Angriff in dicker Linie mit 1 sucht die Hand. Eine gestrichelte Bewegung mit 2 schliesst die Distanz, danach nimmt ein zweiter Angriff in dicker Linie mit 3 ein tiefes Ziel. Ein blasser, nicht nummerierter Weg zeigt die Variante, in der der Meister im Moment des Treffers zurückweicht. Keine Distanz eingezeichnet.1M123attaquer la mainfermer la distancecible profonde en deuxième actionil recule sur la touche → réattaquer la cible avancéemaître d’armes
Die vier Situationen am Degen (Copeland/Evans)
20 Min.
Übungsdetails

S1: Der Schüler greift die Hand an, der Fechtmeister antwortet nur mit der Klinge, ohne zurückzugehen; der Schüler schliesst wieder und trifft in einer zweiten Aktion eine tiefe Trefffläche. S2: Der Meister geht genau dann zurück, wenn der Treffer kommt; der Schüler greift die nah gebliebene vorgeschobene Trefffläche erneut an. S3: Der Schüler greift die nahe Trefffläche im Zurückgehen an, geht nochmals zurück, um den Raum wieder zu öffnen, und greift erneut an, wenn der Meister schliesst. S4: Der Meister schliesst auf die Antwort, der Schüler trifft die tiefe Trefffläche, die dadurch nah geworden ist.

Kernpunkte: Die Abschlüsse der Beinarbeit variieren (Sprung-Ausfall, geschobener Ausfall, Schritt-Flèche) und ebenso die tiefen Treffflächen (Oberschenkel, Flanke — nicht nur die Brust). Die Situationen gehören paarweise zusammen: 1+2 und 3+4.

↑ Schwieriger: Variante ohne Klingenkontakt (dorthin angreifen, wo die Hand WÄRE); die Paare kombinieren.

↓ Leichter: Eine Situation, blockweise.

Die Gefahrenzone erkennen und respektierenZwei Degenfechter unterschiedlicher Grösse stehen sich gegenüber. Ein schraffiertes Band vor dem Grösseren markiert die Gefahrenzone. Ein Angriff in dicker Linie, mit 1 nummeriert, endet am Rand dieses Bandes auf den nahen Zielen. Ein blasser, nicht nummerierter Weg zeigt den tiefen Angriff, den der Kleinere nie versuchen darf. Keine Distanz eingezeichnet: die Mensur definiert sich über die beiden Fechter, nicht über ein Messband.PG1zone de dangercibles proches : pouce, poignet, avant-brasjamais plus profond que le repèrele plus petitle plus grand
Die Gefahrenzone erkennen und respektieren
15 Min.
Übungsdetails

Zwei deutlich unterschiedlich grosse Fechter in Fechtstellung. Beide strecken den Arm; der Grössere setzt die Spitze auf eine leichte Trefffläche, der Kleinere merkt sich, wie weit seine eigene Spitze reicht. Danach, mit gelösten Armen und in Bewegung, greift der Kleinere NIE tiefer an als bis zu dieser Marke; der Grössere greift an oder kontert, sobald er beurteilt, dass der andere zu nah gekommen ist.

Kernpunkte: Die Gefahrenzone wird körperlich bestimmt, nicht verbal. Jede Aktion auf eine tiefe Trefffläche muss zusammengesetzt oder mit Klingenkontrolle geführt sein (Liement, Croisé, Enveloppement).

↑ Schwieriger: Klingenkontakt zulassen; zu einfachen Angriffen und Gegenangriffen auf nahe Treffflächen übergehen (Handgelenk, Unterarm).

↓ Leichter: Nur die statische Messung.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Die vier einfachen Regeln (Copeland)
15 Min.
Übungsdetails

Vier Signale, vier Antworten. R1: Ist der Arm offen, treffen Sie ihn. R2: Öffnet er sich, treffen Sie in die Linie, die sich öffnet. R3: Ist er nicht offen, schaffen Sie die Öffnung mit einem Klingenschlag. R4: Ist er zu Ihnen gestreckt, nehmen Sie die Klinge und treffen Sie den Körper.

Kernpunkte: Dient als Rahmenlektion für zahlreiche weitere Techniken. Sehr gute Einführung in den Degen für Florettfechter.

↑ Schwieriger: Die vier Signale zufällig geben, danach in anderen Klingenaktionen verstecken.

↓ Leichter: Nur zwei Regeln.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Die Klinge kontrollieren — Enveloppement und Liement
12 Min.
Übungsdetails

Der Fechtmeister zeigt einen gestreckten Arm (Streckung, Angriff oder Riposte). Der Schüler bindet an und führt dann wiederholt ein Enveloppement (kreisförmiger Klingentransport) oder ein Liement (diagonaler Klingentransport) aus und versucht, die Klinge über möglichst viele Fechtzeiten zu kontrollieren, besonders während der Rückkehr in die Fechtstellung und des Rückzugs des Meisters.

Kernpunkte: Gedacht für das Gefecht gegen grössere Gegner. Im Gegensatz zu Druck oder Klingenschlag, die riskanter sind: Der Gegner kann die Spitze einfach wieder zurücksetzen.

↑ Schwieriger: Mit Treffern auf Brust, Bein und Fuss abschliessen.

↓ Leichter: Ein Transport, eine Fechtzeit.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Klingengefühl — offensiv
12 Min.
Übungsdetails

Der Schüler SCHLIESST DIE AUGEN; der Fechtmeister bindet die Klinge. Der Schüler benennt allein über das Fingergefühl die Bindungslinie oder antwortet mit einem Umgehen. Danach in der Situation: Der Schüler greift an, der Meister pariert, der Schüler entzieht sich der Parade über das Gefühl und trifft mit einer Reprise. Zweite Anwendung: Der Schüler gibt Druck; der Meister gibt Gegendruck oder nicht; der Schüler antwortet mit geradem Stoss (kein Widerstand) oder mit Umgehen (Widerstand).

Kernpunkte: Der Tastsinn kann ebenso wichtig sein wie das Sehen. Hinsehen ist untersagt.

↑ Schwieriger: Dasselbe in Bewegung.

↓ Leichter: Im Stand, mit geschlossenen Augen, nur die Linie benennen.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Ein Signal, eine Antwort — steigende Schwierigkeit
15 Min.
Übungsdetails

Ein einziger einfacher Angriff für die ganze Lektion. Start im Stand: Der Fechtmeister gibt das Signal, der Schüler trifft leicht. Dann kommt die Beinarbeit dazu, der Meister hält für das Signal an. Dann das Signal IN DER BEWEGUNG, aber nur, wenn der Schüler im Gleichgewicht und auf richtiger Distanz ist. Zuletzt Signale zu UNPASSENDEN Momenten: Der Schüler darf nur angreifen, wenn Zeit und Distanz stimmen.

Kernpunkte: Diese Lektion lehrt, WANN angegriffen wird, nicht was zu tun ist.

↑ Schwieriger: Die Signale in anderen Klingenaktionen verstecken.

↓ Leichter: Im Stand, nur gültige Signale.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Wahlreaktionslektion für den Angreifer
20 Min.
Übungsdetails

Der Schüler greift an; der Fechtmeister antwortet auf drei Arten: (a) er reagiert nicht und wird getroffen; (b) er pariert und ripostiert und erzwingt damit eine Reprise oder eine Parade mit Gegenriposte; (c) er greift gegen an und erzwingt damit das Kontratempo.

Kernpunkte: Zentrale Mechanik: Die Antwort des Meisters wird durch die QUALITÄT des Angriffs BESTIMMT — gestreckter Arm und richtige Distanz → der Treffer kommt durch; leicht falsche Distanz oder Zeit → Parade; gebeugter Arm ohne Überraschung → Gegenangriff. Der Schüler muss verstehen, WARUM der Meister so reagiert.

↑ Schwieriger: Weiter zu erster Absicht, Finte, zweiter Absicht und Kontratempo.

↓ Leichter: Zwei Antworten, in Zeitlupe.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Erste Absicht / Finte / zweite Absicht / Kontratempo
25 Min.
Übungsdetails

Der Schüler erzeugt jede Kategorie bewusst. Erste Absicht: schnell, explosiv, ohne Ankündigung, abgestimmt auf den Schritt des Fechtmeisters. Finte: Schritt mit 90 % Armstreckung (zu wenig lädt zum Gegenangriff ein), mässiges Tempo, abgestimmt auf den Rückzug; der Meister pariert, der Schüler täuscht und beschleunigt. Zweite Absicht: langsamerer Angriff, gestreckter Arm, Spitze bewusst nicht tief genug; der Meister pariert und ripostiert, der Schüler pariert in Opposition oder nachgebend und gibt die Gegenriposte. Kontratempo: Angriff mit gebeugtem Arm, der Meister greift gegen an, der Schüler bricht ab und pariert-ripostiert.

Kernpunkte: Ziel: Der Schüler STEUERT die Reaktionen des Fechtmeisters.

↑ Schwieriger: In Serie, danach in einer vom Schüler gewählten Reihenfolge.

↓ Leichter: Zwei Kategorien.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Ungarische Methode — Fusstempo, Reprise, beschleunigter Angriff
25 Min.
Übungsdetails

Zu zweit auf Schritt-Ausfall-Distanz; A führt die Distanz, B folgt. Fusstempo: B fällt in eine offene Linie aus, sobald A den Schritt einleitet und bevor der vordere Fuss von A aufsetzt. Initiative zurückgewinnen: A greift an und kehrt in die Fechtstellung zurück; B geht aus der Distanz zurück statt zu parieren und setzt während der Rückkehr einen Schritt-Ausfall. Beschleunigter Angriff: Geht B zu langsam zurück, beschleunigt A den hinteren Fuss, um Schritt und Ausfall abzuschliessen.

Kernpunkte: Littell empfiehlt, zuerst die Varianten NUR MIT DISTANZ zu lehren, ganz ohne Handaktion, auch bei erfahrenen Fechtern. Passive Aktionen sind schwerer zu trainieren als aktive: Man muss bis zum exakten Moment für alle Möglichkeiten offen bleiben.

↑ Schwieriger: Auf jeden der drei Momente eine Finte mit Entziehen legen, danach kombinieren.

↓ Leichter: Nur Distanz, nur ein Moment.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Die vier Gefechtsformen (FFE)
20 Min.
Übungsdetails

Verbandstaxonomie der angeleiteten Gefechte: THEMENGEFECHTE (gezählt werden nur die gezielten Verhaltensweisen) · GELEITETE Anwendungsgefechte · FREIE Gefechte zum Aufwärmen · WETTKAMPFGEFECHTE. Der Fechtmeister setzt das Thema; die Struktur kommt vom Verband.

Kernpunkte: Das ist die Quelltaxonomie der konditionierten Gefechte — die konkreten Themen bleiben Sache des Fechtmeisters.

↑ Schwieriger: Vom Themengefecht zum geleiteten und danach zum freien Gefecht.

↓ Leichter: Themengefecht mit nur einer gezählten Verhaltensweise.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Abwehr: reaktiv → passiv → aktiv → geplant
20 Min.
Übungsdetails

Abwehr über die Distanz: Der Fechtmeister setzt einen Schritt-Ausfall; der Schüler geht zurück und pariert-ripostiert ODER geht zweimal zurück, entzieht sich und ripostiert auf den Schwungverlust. Ködern und Ausdehnen: Der Meister geht leicht ausserhalb der Distanz vor; der Schüler geht doppelt zurück und hält dann an; der Meister nimmt das Anhalten als Auslöser und beschleunigt; der Schüler geht nochmals zurück und pariert-ripostiert.

Kernpunkte: Falsche Paraden und falsche Gegenangriffe setzen auf eine PAUSE im Rückzug, mit dem Gewicht auf dem vorderen Fuss, damit eine zweite, echte Parade möglich bleibt. Den Raum nie unbegrenzt öffnen: nie zu weit, nie zu nah.

↑ Schwieriger: Die Übung zum Öffnen der Linie ergänzen (Zögern im Rückzug, um zu ködern).

↓ Leichter: Nur Abwehr über die Distanz.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Aufwärmen — Handschuhwerfen in Bewegung
3 Min.
Übungsdetails

Ganze Halle, ein Fechthandschuh pro Paar, ohne Waffe. Zu zweit den Handschuh hin und her werfen und sich dabei durch den ganzen Raum bewegen: rennend, laufend, rückwärtsgehend. 3 Minuten.

Kernpunkte: Die Aktivierung zum Einstieg in die allererste Einheit: Sie macht die Fechtausrüstung zum Spielzeug, damit das Material seinen Schrecken verliert, bevor überhaupt eine Klinge in der Hand liegt.

↑ Schwieriger: Zwei Handschuhe pro Paar; die Laufrichtung ansagen; einen Handwechsel ergänzen.

↓ Leichter: Nur gehend, auf kleinerer Fläche.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Rumpfbeweglichkeit — Rumpfvorbeuge im Stand
5 Min.
Übungsdetails

Barfuss, ohne Geräte. Aus der gestreckten Standposition mit Armen über dem Kopf den Rumpf langsam nach vorne senken — nie ruckartig — und dabei gleichmässig ausatmen. Die Knie bleiben gestreckt. Die Endposition mindestens 3 Sekunden halten.

Kernpunkte: Bewertung von 0 bis 3: Boden nicht erreicht / Fingerspitzen / geschlossene Faust / flache Handflächen. Die beiden aufgeführten Fehler sind eine ruckartige, schwingende Ausführung und das Nichthalten der Endposition über die vollen 3 Sekunden.

↑ Schwieriger: Den Wert über eine ganze Saison verfolgen, statt ihn in einer einzelnen Einheit erzwingen zu wollen.

↓ Leichter: Variante im Sitzen; die Haltezeit auf kontrollierte 2 Sekunden reduzieren.

Aerobe Ausdauer — 10-m-Shuttle-RunZwei senkrechte Hütchenlinien im Abstand von 10 m begrenzen die Strecke. Drei Fechter stehen hinter der linken Linie, mindestens 1 m auseinander. Zwei gestrichelte Bewegungen mit den Nummern 1 und 2 zeigen den Hin- und den Rücklauf zwischen den Linien. Ein blasser, nicht nummerierter Weg erinnert daran, dass die App das Tempo vorgibt. Zwei Masszahlen tragen die publizierten Distanzen: 10 m zwischen den Linien und 1 m zwischen den Fechtern.12312cônescônesatteindre la ligne AU moment du biptoucher la ligne à chaque changement de directionl’allure est donnée par l’application, pas par le tireur
Aerobe Ausdauer — 10-m-Shuttle-Run
20 Min.
Übungsdetails

Zwei Linien im Abstand von 10 m, mit Hütchen markiert, dazu eine Shuttle-Run-App mit Tonsignal. Die Fechter stellen sich mit mindestens 1 m Abstand auf und laufen hin und her, das Tempo geben die Signaltöne vor. Die Linie muss beim Ton erreicht und bei jedem Richtungswechsel berührt werden.

Kernpunkte: Der Verband beschränkt diesen Test auf U15 und älter — bei U11 oder U13 wird er NICHT durchgeführt. Der Abstand von mindestens 1 m gehört zum Protokoll und ist keine blosse Bequemlichkeit.

↑ Schwieriger: Über die Saison wiederholen und mit den Referenzwerten des Handbuchs vergleichen.

↓ Leichter: Nicht anwendbar — das Protokoll ist festgelegt. Unter U15 stattdessen die anderen Ausdauerübungen verwenden.

Beinarbeit-HIIT — 2-4-2-m-ShuttleEin einzelner Fechter startet auf einer mit 0 m bezeichneten Linie. Zwei weitere senkrechte Linien liegen bei 2 m und 4 m. Vier gestrichelte Laufwege zeigen den kurzen Lauf zur 2-m-Linie und zurück, dann den langen Lauf zur 4-m-Linie und zurück. Zwei Masspfeile tragen die publizierten Distanzen 2 m und 4 m.10 m2 m4 mface en avant en permanence
Beinarbeit-HIIT — 2-4-2-m-Shuttle
20 Min.
Übungsdetails

Drei Linien bei 0 m, 2 m und 4 m. Die Übung wird in Fechtschritten ausgeführt, der Fechter bleibt dabei durchgehend nach vorne gerichtet. Beide Füsse kommen nach jedem Shuttle hinter die 0-m-Linie zurück, und ein Teil des vorderen Fusses muss die 2-m- und die 4-m-Linie überschreiten.

Kernpunkte: Erst die durchgehend nach vorne gerichtete Haltung macht daraus eine fechtspezifische Übung statt eines allgemeinen Shuttle-Laufs. Es gibt veröffentlichte Vorgaben pro Waffe und Geschlecht, doch die Zeilen für Säbel sowie für Florett und Säbel der Frauen sind von den Autoren ausdrücklich als ANNAHME gekennzeichnet und nicht gemessen — sie dürfen nicht als geprüft dargestellt werden.

↑ Schwieriger: Der veröffentlichten Intervallvorgabe für die jeweilige Waffe folgen.

↓ Leichter: Weniger Wiederholungen, längere Pausen.

Freies Entdecken ohne RegelnDrei Paare von Anfängern sind frei über eine markierte Halle verteilt, jedes Paar einander gegenüber. Ein blasser, nicht nummerierter Weg schlängelt sich dazwischen und steht für den Meister, der umhergeht und beaufsichtigt. Keine Aktionswege gezeichnet: die Gefechte sind improvisiert, die Quelle publiziert kein Schema. Keine Distanz eingezeichnet.123456la salle — le maître circule et surveillele maître circule : surveillance renforcée
Freies Entdecken ohne Regeln
10 Min.
Übungsdetails

Komplette Anfängerausrüstung — Jacke, Handschuh, Maske, Florett. Freie, improvisierte Gefechte ohne besondere Regeln, damit der Trainer die Gruppe einschätzen kann. 10 Minuten.

Kernpunkte: Der aufgeführte Trainerhinweis lautet: erhöhte Aufsicht und Beobachtung des Verhaltens. Das ist ein Block zur Diagnose, nicht zum Wettkampf — die Regeln kommen erst danach dazu.

↑ Schwieriger: Die Regeln Block für Block innerhalb derselben Lektion ergänzen.

↓ Leichter: Kürzere Gefechte, kleinere Gruppen, jeweils nur ein Paar beobachten.

Opposition — die Distanz haltenZwei Fechter stehen sich gegenüber. Zwei Paare gestrichelter Bewegungen lesen sich von oben nach unten: im ersten geht einer vor und der andere zurück, im zweiten umgekehrt. Ein blasser, nicht nummerierter Weg verbindet die beiden und zeigt, dass sich die Distanz zwischen ihnen nicht ändern darf. Keine Distanz eingezeichnet: die Quelle publiziert keine.ABil avance……je reculeil recule……j’avancela distance reste constante — c’est le seul critère
Opposition — die Distanz halten
10 Min.
Übungsdetails

Zu zweit: die umgekehrten Bewegungen des Gegners ausführen, um die Distanz zu halten. Geht er vor, gehe ich zurück, und umgekehrt. 10 Minuten.

Kernpunkte: Die Entscheidung läuft durchgehend und nicht auf ein Signal hin: Der Fechter liest den Partner und reagiert — die erste echte Entscheidungsbelastung im J+S-Aufbau.

↑ Schwieriger: Ein visuelles oder akustisches Signal ergänzen, das die Regel umkehrt.

↓ Leichter: Langsameres Tempo, angesagte Richtung, kürzere Fechtbahn.

Erste Gefechte — die Spielregeln von J+SZwei Kinder stehen sich gegenüber, jedes hinter seiner eigenen senkrechten hinteren Linie, etwa 2 m auseinander. Eine Aktion in dicker Linie mit der Nummer 1 quert den Raum zwischen ihnen: die ganze Körperoberfläche ist gültig. Ein blasser, nicht nummerierter Weg führt vom linken Fechter nach hinten und markiert das Verbot, die eigene hintere Linie mit beiden Füssen zu überschreiten. Eine Masszahl trägt die publizierte Distanz von etwa 2 m.AB1ligne arrièreligne arrièretoute la surface du corps est valable ; on s’arrête à chaque toucheinterdit : franchir sa propre ligne arrière des deux pieds
Erste Gefechte — die Spielregeln von J+S
20 Min.
Übungsdetails

Was J+S hier veröffentlicht, ist ein Regelwerk und keine Übung. Die Kinder stellen sich etwa 2 m voneinander entfernt auf, jedes hinter seiner eigenen Rücklinie, Maske auf dem Kopf, und grüssen sich. Kommandos: « En garde » — « Êtes-vous prêts ? » — « Allez ! ». Die GANZE Körperoberfläche ist gültige Trefffläche, das Gefecht wird bei jedem Treffer angehalten, und wer zuerst trifft, punktet. Vor dem Start die angestrebte Trefferzahl ansagen — 4, 5, 8, 10, 12 oder 15 Treffer; J+S schreibt im selben Atemzug, die Zahl sei « pas important ». Die Fechtenden stehen sich immer gegenüber und wechseln nie die Seite, und keiner überschreitet mit beiden Füssen seine eigene Rücklinie. Die Kinder dürfen sich gegenseitig als Kampfrichter leiten.

Kernpunkte: Den Sicherheitsrahmen den Kindern so sagen, wie J+S ihn geschrieben hat: Die Waffenspitze zeigt während der Erklärungen immer nach unten und die Maske bleibt auf dem Kopf, « les enfants ont en effet tendance à vouloir imiter rapidement Zorro ou d'Artagnan » — und unmittelbar danach: « ne pas considérer pour autant que l'escrime est un sport dangereux. Ce n'est pas le cas ! ». DIE VERBÄNDE SIND SICH UNEINIG darüber, was in die Hand eines kleinen Kindes gehört, und das ist eine echte Uneinigkeit und keine Nuance: J+S legt einem 6-Jährigen schon in Lektion 1 Anfängerflorett, Maske und Baumwolljacke in die Hand und lässt es in derselben Einheit frei fechten, während der Schulweg der FFE den SÄBEL wählt, die Klassen CE2 bis CM2 (≈8-11 Jahre) anspricht und die ersten Treffer auf die Maske beschränkt. Folgen Sie dem, was Ihr eigener Verband und Ihr Versicherer vorgeben; keine der beiden Positionen ist der Konsens.

↑ Schwieriger: J+S legt die Regeln innerhalb einer einzigen Lektion Block für Block übereinander: zuerst grüssen, Hand geben und bei jedem Treffer anhalten; dann ein Punkt für jede getroffene Fläche, welche auch immer; dann abgestufte Trefferwerte — Rumpf 1, Bein 2, Hand 3, Fuss 4.

↓ Leichter: Gefechte auf 4 Treffer. Treffer nur auf die Maske, das ist die Schulvariante der FFE. Der Fechtmeister leitet anstelle der Kinder.

Stilles Gefecht mit « cabanes » (FFE)Zwei schraffierte Zonen, die „cabanes“, belegen den linken und rechten Rand der Zeichnung, begrenzt von zwei senkrechten Linien im Abstand von 4,50 m. Zwei Säbelfechter stehen sich dazwischen gegenüber. Ein Angriff in dicker Linie mit der Nummer 1 geht vom linken Fechter ab, eine gestrichelte Bewegung zeigt den rechten Fechter, der sich im Zurückweichen verteidigt, und ein blasser, nicht nummerierter Weg zeigt den Rückzug in die cabane. Eine Masszahl trägt die publizierte Distanz von 4,50 m.AB1cabane — on ne peut pas y être touchécabane« j’attaque en me fendant »« je défends en rompant »se réfugier dans la cabane
Stilles Gefecht mit « cabanes » (FFE)
15 Min.
Übungsdetails

FFE-Zyklus Primarschule, am Säbel. Zwei « cabanes » auf der Bahn markieren — Schutzzonen, begrenzt durch zwei orange Klebebandlinien im Abstand von 4,50 m. Die Regel, die den Kindern gegeben wird, lautet « j'attaque en me fendant et je défends en rompant ». Die Gefechte sind STILL: Die Klinge wird nie eingesetzt, um die Klinge des Gegners zu schlagen, weder im Angriff noch in der Abwehr. Wer in einer cabane steht, kann nicht getroffen werden.

Kernpunkte: Das gedruckte erwartete Ergebnis lautet « on voit apparaître des fentes ; les déplacements sont rapides et efficaces ». Die cabanes gibt es, damit ein ängstliches Kind immer einen sicheren Platz hat — das ist ihr erklärter Zweck und kein Punktemechanismus, und es lohnt sich, das der Gruppe auch so zu sagen. Maske ist Pflicht, sobald eine Waffe in der Hand liegt, und die Füsse kreuzen sich nie. Zu beachten: Die FFE druckt französische Schulklassen (CE2, CM2) und nie Altersangaben; die hier genannten Jahre sind eine Lesart der école élémentaire und keine Aussage des Verbands.

↑ Schwieriger: Die nächste Situation der FFE selbst fügt die Priorität hinzu: « je n'attaque pas si mon adversaire attaque, dans ce cas je dois éviter l'attaque pour pouvoir attaquer ». Das dazu gedruckte Ergebnis lautet « on voit moins d'attaques en même temps ».

↓ Leichter: Die ersten Gefechte treffen nur die Maske.

Assaut à thème — nur ein Verhalten zähltZwei Fechter stehen sich gegenüber. Ein markiertes Band oben trägt das gewählte Thema, hier die Riposten. Zwei Aktionen in dicker Linie mit den Nummern 1 und 2 zeigen den Angriff und danach die Riposte, wobei nur die zweite punktet. Ein blasser, nicht nummerierter Weg verläuft unter den Fechtern und erinnert daran, dass alles andere gefochten werden darf, aber nicht zählt. Keine Distanz eingezeichnet.AB12seul ce comportement compte — par exemple, uniquement les ripostesattaque — se fence normalementriposte — la seule action qui marquetout le reste se tire, mais ne compte pas
Assaut à thème — nur ein Verhalten zählt
14 Min.
Übungsdetails

Das Format des konditionierten Gefechts der FFE. Das Gefecht läuft normal, aber nur EIN festgelegtes Verhalten zählt — nur direkte Angriffe zum Beispiel, oder nur Riposten. Alles andere darf weiterhin gefochten werden; es zählt einfach nicht. Der Fechtmeister setzt das Thema; das Format kommt vom Verband.

Kernpunkte: Die FFE benennt vier Gefechtsarten NACH ZWECK, und sie sind nicht austauschbar: assauts À THÈME (dieses hier), assauts DIRIGÉS oder Anwendungsgefechte, assauts LIBRES / Aufwärmgefechte und assauts COMPÉTITIFS. Sagen Sie laut an, welches gerade läuft — ein assaut à thème, das wie ein freies Gefecht gewertet wird, lehrt das Gegenteil von dem, wofür es aufgesetzt wurde. Der Recueil veröffentlicht die Taxonomie und die Kategorien und nie benannte Spiele; das Thema selbst wählen also Sie, und nichts hier darf als Übung der FFE zitiert werden.

↑ Schwieriger: Innerhalb eines Blocks zuerst assauts dirigés und danach assauts à thème laufen lassen, dann zu den assauts libres öffnen und erst danach zu den assauts compétitifs. Die 90-Minuten-Vorlage für Fortgeschrittene von Côté Coach sieht für diese Abfolge dirigés-dann-à thème 18 Minuten vor — eine Zahl aus der Vereinsvorlage und keine Vorgabe der FFE.

↓ Leichter: Ein einziges gezähltes Verhalten, laut angesagt, und der Fechtmeister spricht den Treffer an.

Beinarbeitseinheit als « formes jouées » (FFE)Vier markierte Stationen belegen das Feld, eine pro Übungsfamilie: allgemeine Übungen, spezifische Übungen und Verbindungen, kombinierte Arm-Bein-Übungen und Opposition ohne Waffe. Hütchen, Latten, Reifen, Bälle und Springseile sind dazwischen verteilt, fünf Fechter stehen an den Stationen, zwei davon einander gegenüber in der Oppositionsstation. Keine Masse eingezeichnet: die Quelle publiziert das Material und die Familien, keine Feldgrösse.12345exercices générauxspécifiques et enchaînementscombinés bras / jambesopposition sans armelattes, cerceauxballes, cordes à sauter
Beinarbeitseinheit als « formes jouées » (FFE)
20 Min.
Übungsdetails

Die séance de déplacements der FFE, durchgeführt « sous formes jouées ». Veröffentlichtes Material: Hütchen, Latten, Springseile, Tennisbälle, Tischtennisbälle, Reifen. Veröffentlichte Inhaltsarten: allgemeine Übungen für die muskulären Qualitäten der Beinarbeit und für das Gleichgewicht; spezifische Übungen und Verbindungen; kombinierte Arm-Bein-Übungen; und Opposition ohne Waffe. Jede davon lässt sich mit offenen Augen, mit geschlossenen Augen, mit vertauschter Händigkeit der Fechtenden, in Opposition oder in Kooperation durchführen — diese vier Stellschrauben stammen vom Verband selbst.

Kernpunkte: « Privilégier les formes jouées plutôt que les jeux » — den aufgabengebundenen Spielformen den Vorzug geben vor freien Spielen. Das ist eine Unterscheidung und kein Slogan, und DIE BEIDEN VERBÄNDE DER OFFENEN MÄRKTE SIND SICH DARIN NICHT EINIG: Das von J+S veröffentlichte Ziel für die 5- bis 10-Jährigen lautet « Erlernen der Grundlagen des Fechtsports auf spielerische Art », und seine Lektionen enthalten tatsächlich freie Spiele — Räuber und Gendarm, Schatzsuche, Ochs am Berg. Beides sind Positionen von Verbänden; uneinig sind sie über das Alter, ab dem das freie Spiel aufhört, das Vehikel zu sein. Die FFE druckt auch, WOFÜR diese Einheit da ist: Koordination, Gleichgewicht, Schnelligkeit, Rhythmuswechsel, Explosivität und Mobilität, und zugleich Entscheidungsfindung, Konzentration, Beobachtung und das Steuern der Distanz.

↑ Schwieriger: Die Händigkeit der Fechtenden vertauschen, danach dieselben Verbindungen in Opposition ohne Waffe laufen lassen.

↓ Leichter: Mit offenen Augen, in Kooperation statt in Opposition, und immer nur eine Stellschraube auf einmal verändern.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Pointe en ligne Florett · Säbel
12 Min.
Übungsdetails

NUR FLORETT UND SÄBEL. Eine bestimmte Stellung — Waffenarm gestreckt, Spitze bedroht durchgehend die gültige Trefffläche — die die Beweislast der Priorität umkehrt: Der Angreifer muss zuerst die Klinge beiseiteführen. Der Degen kennt keine Linienregel (seine Konventionen, t.90-95, enthalten keine): Die Stellung ist dort taktisch real, verleiht aber KEINE Priorität, und die folgenden Inhalte dürfen für ein Degentraining nicht ausgespielt werden. Der französische Regelbegriff bleibt stehen, weil auch das englische FIE-Regelwerk ihn unübersetzt führt.

Kernpunkte: t.15 definiert die Stellung: « the fencer's sword arm is kept straight and the point of his weapon continually threatens his opponent's valid target ». Gestreckt UND bedrohend — ein gestreckter Arm, der nichts bedroht, ist keine Linie. t.84.1: « If the attack is initiated when the opponent is point in line, the attacker must, first, deflect the opponent's blade. Referees must ensure that a mere contact of the blades is not considered as sufficient to deflect the opponent's blade. » Dieser zweite Satz richtet sich im Regelwerk selbst an die Kampfrichter und ist damit der beste verfügbare Hinweis: Dem Angreifer beibringen, wie sich ein echtes Beiseiteführen anfühlt. t.84.2: Findet der Angreifer beim Versuch die Klinge nicht — dérobement —, geht das Angriffsrecht an den Gegner über. Im Säbel ist es t.102, gleiche Konstruktion. Fehlerfall, t.89.4.e: Wer geschlagen oder genommen wurde und die Linie wiederherstellt, statt zu parieren, verliert die Phrase. Beachten: « prise de fer » und « dérobement » stehen UNÜBERSETZT im englischen Regelwerk — Regelvokabular, kein Trainingsjargon.

↑ Schwieriger: Die Linie auf Kommando einnehmen, im Stand. Die Linie gegen den Versuch des Fechtmeisters halten, die Klinge zu finden. Das dérobement ergänzen. Vollständige Phrase, laut ausgewertet.

↓ Leichter: Nur die Stellung, ohne Gegner. Klingensuche in Zeitlupe. Der Fechtmeister spricht die Priorität jedes Mal laut an.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Battement Florett · Säbel
12 Min.
Übungsdetails

NUR FLORETT UND SÄBEL. Ein Angriff, der mit einem Schlag auf die gegnerische Klinge vorbereitet wird — und das Regelwerk knüpft daran eine harte, überprüfbare Schwelle: wo auf der Klinge der Schlag landet. Im Degen gibt es keine Entsprechung, die Prioritätsregel über schwachen und starken Klingenteil existiert dort nicht.

Kernpunkte: t.85.1: Der Angriff « is correctly carried out and retains its priority when the beat is made on the foible of the opponent's blade i.e. the two-thirds of the blade furthest from the guard ». t.85.2: auf dem starken Teil — « the one-third of the blade nearest the guard » — « the attack is badly executed and the beat gives the opponent the right to an immediate riposte ». Im Säbel ist es t.104, nahezu gleicher Wortlaut. Ein Schlag mit Ausfall auf dem falschen Klingendrittel ÜBERTRÄGT DAS ANGRIFFSRECHT AUF DEN VERTEIDIGER. Das ist kein Stilhinweis, und weil der Schlag fast immer ohne Schwelle unterrichtet wird, haben die meisten Vereinsfechtenden nie erfahren, dass es die Regel gibt. Kurz und trocken: Der Schlag ist ein Schlag, kein Drücken. EINORDNUNG, UND DIE QUELLEN GEHEN AUSEINANDER: British Fencing führt ihn als VORBEREITUNG, die FIE behandelt ihn als Teil eines korrekt ausgeführten Angriffs. Beide sind Primärquellen — also sagen, nach welcher ausgewertet wird.

↑ Schwieriger: Schlag auf ruhende Klinge, ohne Ausfall — der Fechtmeister prüft, welches Drittel getroffen wurde. Dann Schlag mit Ausfall, wobei ein Schlag auf dem starken Teil null zählt, auch wenn der Treffer sitzt. Dann variiert der Fechtmeister Klingenhöhe und Klingenwinkel, damit der schwache Teil unter Druck gefunden werden muss. Dann im Gefecht, mit laut angesagter Priorität.

↓ Leichter: Nur Klingenkontakt, ohne Angriff. Der Fechtmeister hält die Klinge ruhig, der schwache Teil ist mit Klebeband markiert. Vor jedem Schlag das Drittel laut benennen.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Remise, Redoublement, Reprise
15 Min.
Übungsdetails

Alle drei Waffen. Die drei Arten, einen Angriff nach Parade oder Ausweichen zu erneuern — und die einzige Stelle dieser Reihe, an der die FIE und ein nationaler Verband dieselben Wörter über unterschiedliche Prüfsteine definieren.

Kernpunkte: FIE t.13.1, die Remise: « A simple and immediate offensive action which follows the original attack, without withdrawing the arm, after the opponent has parried or retreated, when the latter has either quitted contact with the blade without riposting or has made a riposte which is delayed, indirect or compound. » t.13.2, das Redoublement: « A new action, either simple or compound, made against an opponent who has parried without riposting or who has merely avoided the first action by retreating or displacing the target. » t.13.3, die Reprise: « A new attack executed immediately after a return to the on-guard position. » Der Arm ist das klarste körperliche Merkmal: Bei der Remise wird er NICHT zurückgenommen. Die Reprise ist die einzige der drei, die eine Rückkehr in die Auslage verlangt. ZWEI PRIMÄRQUELLEN WIDERSPRECHEN EINANDER, UND DER WIDERSPRUCH IST DER LEHRINHALT: Die FIE unterscheidet über das Verhalten des Gegners und die Komplexität der Aktion; British Fencing unterscheidet über die LINIE — « REMISE: replacing the point on the target in the line of the original action », « REDOUBLEMENT: in a different line ». Eine einfache Erneuerung in DIESELBE Linie ist damit nach FIE ein Redoublement und nach British Fencing eine Remise. Beides unterrichten: Wer nur eine Lesart kennt, wird von einem Kampfrichter überrascht, der die andere anwendet. Warum sich die FIE die lockerere Systematik leisten kann — t.89.4.c behandelt alle drei für das Angriffsrecht als eine Familie, « a momentary pause which gives his opponent the right to renew the attack (redoublement, remise or reprise) ».

↑ Schwieriger: Angriff; der Fechtmeister pariert ohne Riposte; der Schüler remisiert, der Arm bleibt gestreckt. Dasselbe, aber der Fechtmeister geht zurück statt zu parieren: Der Schüler redoubliert. Dann pariert der Fechtmeister mit einer kurzen Pause (t.89.4.c) und der Schüler erneuert, wobei der Kampfrichter benennt, welche Erneuerung es war. Dann freie Phrase: Nach jedem Treffer die Erneuerung laut benennen, bevor der Kampfrichter entscheidet.

↓ Leichter: Im Stand, ohne Beinarbeit — nur Remise, mit Kontrolle, dass der Arm nie zurückgenommen wird. Der Fechtmeister sagt vorher an, ob er pariert oder zurückgeht. Die drei Erneuerungen an einer Skizze benennen, bevor eine davon ausgeführt wird.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Sprünge über das verteilte Material
10 Min.
Übungsdetails

Handschuhe, Florette und Masken auf dem Boden verteilen. Darüber springen — einbeinig, beidbeinig, vorwärts, rundherum, rückwärts. Die Quelle druckt eine Sicherheitsvorgabe: Rennen oder Springen ZWISCHEN den Waffen und Objekten ist zu umgehen oder zu verhindern.

Kernpunkte: Die publizierte Sicherheitszeile ist der Trainerhinweis: Die Kinder springen ÜBER das Material, nie dazwischen. Erst die Sprungform variieren, dann das Tempo.

↑ Schwieriger: Einbeinig, dann im Wechsel, dann rückwärts, dann mit Drehungen — alle vier Formen stehen in der Quelle.

↓ Leichter: Beidbeinig, nur vorwärts (publiziert).

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Mobilisation im seitlichen Ausfallschritt für die Fente
5 Min.
Übungsdetails

In der seitlichen Hocke das Gewicht des Oberkörpers von einem Bein auf das andere verlagern. Die publizierte Vorgabe: Die Füsse bleiben am Platz — der Oberkörper wandert.

Kernpunkte: Publizierte Zielgewebe: Adduktoren und hintere Oberschenkelmuskulatur in Dehnung, dazu Mobilisation des Hüftgelenks — genau das, was der Ausfallschritt belastet.

↑ Schwieriger: Die Position schrittweise vertiefen.

↓ Leichter: Tiefe reduzieren; eine Hand als Stütze ist erlaubt.

Agility-T-Test (5 m), gespiegelt nach HändigkeitDrei Hütchen bilden ein T: ein mittleres Hütchen und zwei Armhütchen zu beiden Seiten. Eine Startlinie liegt 50 cm hinter dem mittleren Hütchen. Vier gestrichelte Bewegungen mit den Nummern 1 bis 4 laufen das T ab: Sprint zur Mitte, Nachstellschritt zu einem Armhütchen, hinüber zum anderen, zurück zur Mitte. Ein blasser, nicht nummerierter Weg ist der Rückwärtslauf zum Start. Eine Masszahl trägt die publizierte Distanz 50 cm.11234cône centralcône de brascône de brasligne de départsprint, toucher le cônepas chassés, jambes jamais croiséesretour en course arrière jusqu’au départ
Agility-T-Test (5 m), gespiegelt nach Händigkeit
10 Min.
Übungsdetails

Drei Hütchen im T plus Startlinie 50 cm dahinter. Sprint zum mittleren Hütchen, berühren; Seitstellschritte ohne Überkreuzen zu einem Aussenhütchen, berühren; quer zum gegenüberliegenden Hütchen, berühren; zurück zur Mitte, berühren; dann rückwärts zum Start. Die Schulterachse bleibt die ganze Zeit parallel zur T-Linie. Rechtshänder laufen in die eine Richtung, Linkshänder gespiegelt — die ausdrückliche Anerkennung der Fecht-Lateralität durch die Testbatterie.

Kernpunkte: Publizierte Fehlerliste: überkreuzte Beine im Seitstellschritt, drehende Schulterachse, ein nicht mit der Hand berührtes Hütchen. Ein Probelauf plus zwei gewertete Versuche, mindestens 60 s Pause.

↑ Schwieriger: Die publizierten Verbesserungsempfehlungen des DFB: Seilspringen, Fangspiele, Koordinationsleiter, Liniensprints, Hindernisparcours, Stafetten, das Handschuhspiel.

↓ Leichter: Den Parcours langsam abgehen, bis das Seitstellschritt-Muster sauber ist.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Modifizierter Bourban-Test — Rumpfkraftausdauer
5 Min.
Übungsdetails

Unterarmstütz, Oberarme senkrecht, Kopf und Hände an der Wand, Schulter, Hüfte und Knöchel in einer Linie. Die Füsse abwechselnd 2–5 cm im gleichmässigen Sekundenrhythmus abheben, Knie gestreckt. Abbruch, wenn die Hüfte länger als 2 s steigt oder absinkt, der Rumpf rotiert oder die Arme wandern — nach drei Verwarnungen. Darf bei 3:30 gestoppt werden.

Kernpunkte: Die publizierte Anweisung ist der Kern: die Ausgangsposition halten, während die Beine wechseln. Während des Tests weder verbale Motivation noch Zeitangaben.

↑ Schwieriger: Die publizierten Empfehlungen des DFB: Front- und Seitstütz, Sit-ups, Russian Twists, Handläufe vorwärts und rückwärts.

↓ Leichter: Den statischen Stütz ohne Beinheben halten.

Dekorativer Streifen: feine Linien einer Fechtbahn; diese Übung hat keine Skizze.
Kraft und Schnellkraft für erwachsene Fechter
60 Min.
Übungsdetails

Die publizierten Einheiten: vier Kraftpaare (Kniebeuge + vorgebeugtes Rudern; Ausfallkniebeuge + gestrecktes Kreuzheben; Bankdrücken + Klimmzüge; Kreuzheben + Nordics — 4×4 bei 4–5RM) und vier Schnellkraft-Einheiten (Umsetzen bei 60–80 % und über 80 % 1RM, Ausfall-Reissen, Sprungkniebeugen — 4×3). Nach der Kraft: Medizinball-Slams und -Würfe. Nach der Schnellkraft: Plyometrie inklusive einbeiniger und lateraler Varianten, danach 2-4-2-Pendelläufe in UMGEKEHRTER Auslage.

Kernpunkte: Vorgaben für Erwachsene auf internationalem Niveau — die Autoren selbst mahnen zur Vorsicht, nichts davon gehört in Jugendkategorien. Beide Seiten trainieren: nicht immer mit dem dominanten Bein vorne landen. Der Artikel warnt ausdrücklich vor langen langsamen Läufen als kontraproduktiv fürs Fechten. Die einzige Verbandsposition zur Last bleibt das DFB-Kriterium: saubere Kniebeugentechnik vor der Last.

↑ Schwieriger: Die publizierte Laststeigerung: Umsetzen von 60–80 % auf über 80 % 1RM; Kniebeugen können exzentrisch über dem konzentrischen 1RM arbeiten. Ausserhalb der Saison: 3:1-Blöcke. In der Saison: Kraft und Schnellkraft von Einheit zu Einheit abwechseln.

↓ Leichter: Lasten und Serien reduzieren; die Autoren publizieren keine Einsteigerversion dieses Programms.

Die Alterskategorien sind von Land zu Land nicht vergleichbar

Sieben Verbände, sieben Raster, drei Arten, das Alter zu berechnen. Ein französischer M11 ist kein britischer U12, und der ist kein Schweizer U12. Eine saubere Umrechnungstabelle existiert nicht.

Verband Raster Altersberechnung Jüngste Kategorie
FIE Cadet · Junior · Senior · Veteranen 40/50/60/70 Mitternacht am 31. Dezember der Saison für Kadetten und Junioren; im Kalenderjahr erreichtes Alter für die Veteranen Cadet (unter 17)
FFE — Frankreich M5 · M7 · M9 · M11 · M13 · M15 · M17 · M20 · M23, mit Unterjahrgängen (M13-1, M20-2…) Geburtsjahr, Saison vom 1. September bis 31. August M5, « Éveil escrime », ohne jedes Wettkampfformat
Swiss Fencing U8 · U10 · U12 · U14 · U17 · U20 · U23 Alter am 1. Januar U8
British Fencing U12 · U14 · U16 · U17 · U18 · U20 · U23 — aber Ranglisten nur in U14, Cadet, Junior, U23 und Senior Alter am 1. Januar; einige Mindestalter werden am Tag des Wettkampfs berechnet U12
USA Fencing Y8 · Y10 · Y12 · Y14 · Cadet · Junior — bewusst überlappende Bänder Geburtsjahrgänge, und das Raster ändert sich mitten in der Saison an den Junior Olympics Y8, ohne Mindestalter
Deutscher Fechter-Bund U11 · U13 · U15 · U17 · U20 Das erreichte Jahr in dem Kalenderjahr, in das der erste Teil der Saison fällt U11 — U9 existiert, ist aber keine eigene Kategorie
CFF — Kanada U13 · U15 · U17 · U20 · U23, mit Altersuntergrenzen und ausdrücklich nicht exklusiven Kategorien 31. Dezember des Lizenzjahres U13, Untergrenze bei 11 Jahren

Welche Klinge, welcher Schutz?

Die französische Tabelle, die am vollständigsten publizierte. Die FIE selbst publiziert keine Regel zur Klingengrösse nach Alter: das System von Nr. 0 bis Nr. 5 ist national und industriell, nicht international.

Kategorie Klinge Griff Schutz
M7 – M9 Klinge Nr. 0 Gerader Griff Anzug 350 N · Unterziehweste 350 N
M11 Nr. 0 oder Nr. 2 Gerader Griff Anzug 350 N · Unterziehweste 350 N
M13 Nr. 2 Gerader Griff Anzug 350 N · Unterziehweste 350 N
M15 Nr. 5 Griff frei Anzug 350 N · Unterziehweste 800 N
M17 und darüber Nr. 4 oder Nr. 5 Griff frei Anzug 350 N · Unterziehweste 800 N
  • British Fencing begrenzt U12 und U14 auf Nr. 3 im Florett und Nr. 2 in Degen und Säbel.
  • Die Schweiz macht den Sprung bei U14 und geht von Nr. 2 direkt auf Nr. 5, ohne Stufe Nr. 3 oder Nr. 4.
  • Brustschutz für Mädchen obligatorisch ab M11 in Frankreich und ab U8 in der Schweiz.
  • Die FFE widerspricht sich bei der Unterziehweste: ihre Kategorientabelle belässt sie bis M13 bei 350 N, eine andere Passage hebt sie ab M13 auf 800 N. Im Zweifel gilt der höhere Wert.
  • Masken mit transparentem Visier sind in Frankreich an allen drei Waffen verboten, und « jedes Fechten in Shorts ist untersagt ».

Woher das kommt, was Sie lesen

Die Herkunft ist hier keine Fussnote: sie ist eine Spalte der Tabelle. Hier ist, was wir wissen, was nur Forschung ist und was wir nicht wissen können.

In den Verbandstexten verifiziert

  • Die Artikel des technischen Reglements der FIE, Ausgabe Dezember 2025: Trefffläche, Treffervorrecht, Sperrzeiten, Karten, Formate.
  • Die fünfteilige Architektur der Einzellektion, mit dem Hauptteil der Lektion bei rund 75 % der Zeit (FFE, Recueil pédagogique Animateur-Éducateur, September 2024).
  • Die Tabelle der Wochenstunden nach Alter im J+S-Handbuch Fechten — die einzige vollständige Tabelle, die eine Institution publiziert, in welchem Land auch immer.
  • Die britische Sicherheitsobergrenze: nicht mehr als zwölf gleichzeitig fechtende Kinder pro Lehrkraft, bei den Jüngsten weniger, und darüber wird in Staffeln geteilt.
  • Gerader Griff obligatorisch von M7 bis M13, und das Überholen des vorderen Fusses durch den hinteren bei den Jugendlichen verboten (FFE).

Publizierte Forschung, keine Verbandsdoktrin

  • Die gesamte physische Seniorenvorbereitung dieser Seite stammt aus der begutachteten Literatur (Turner et al., 2013 und 2014). Kein Verband publiziert ein frei zugängliches Seniorenprogramm.
  • In der Intervalltabelle dieser Autoren sind die Zeilen Säbel und Damen-Florett / -Säbel ausdrücklich Hypothesen, keine Messungen.
  • Die Arbeitszeiten pro Waffe — Säbel 1,7 s, Florett 5,8 s, Degen 17,9 s im Mittel pro Austausch — stammen aus einer Studie von 2023 an 96 Elitefechtern.
  • Diese Vorgaben sind für Erwachsene und aus kleinen Stichproben. Sie wandern nicht in die Jugendkategorien hinunter.

Was niemand publiziert

  • Unsere vier Altersbänder sind unsere eigenen. Sieben Verbände verwenden sieben inkompatible Raster, mit drei verschiedenen Arten, das Alter zu berechnen.
  • Das Datum des Flèche-Verbots im Säbel: die Quellen reichen von 1988 bis 1999. Die Regel ist sicher (t.101.5), das Jahr nicht.
  • Die Geschichte der Säbel-Sperrzeit. Die 170 ms sind sicher und zwischen 2021 und 2025 unverändert; die Abfolge « 120 ms vor 2016 » kursiert überall, ohne dass ein Reglement jener Zeit beschafft werden konnte. Wir publizieren den Wert, nicht die Geschichte.
  • Die Aufnahme des Latzes in die Trefffläche des Floretts: die Spezifikation heisst « M2009 », und die Zulassungsliste, die sie trägt, ist auf den 18. Dezember 2008 datiert, was 2009 plausibel macht — der Kongressbeschluss selbst liess sich aber nicht auffinden.
  • Der Doppeltreffer bei 14-14 in der Degen-Direktausscheidung: kein entsprechender Artikel liess sich auffinden. Die Poule-Regel bei 4-4 dagegen ist sicher (t.38.1b).
  • Die Regeln der GO/FENCE-Spiele von British Fencing: die Namen sind publiziert, die Regeln nie. Wir werden sie nicht erfinden. Und es sind zwölf, nicht dreizehn: « Reprise » gehört in die Spalte der Beinarbeit, nicht in die der Spiele.
  • Kein Verband publiziert eine Regel zur Anfangswaffe: « zuerst Florett » ist Vereinsgewohnheit, keine Politik.
  • Kein Verband publiziert eine Minutendauer für die Einzellektion — nur eine Proportion.
  • Die Nicht-Kampfbereitschaft ändert sich am 1. September 2026: die gelbe P-Karte verschwindet, Rot fällt auf die erste Minute und Schwarz auf die zweite.
Der Generator ist auch in Paak

In der App, direkt auf der Einheit Ihres Vereins: Sie wählen Kategorie, Dauer und Thema, und Paak stellt einen minutierten Einheitsrahmen mit fünf Blöcken zusammen. Sie passen ihn an, Sie speichern ihn — das ist kostenlos. Der Ausdruck des Trainingsblatts und eigene Übungen über 5 hinaus sind in Paak One verfügbar.